LKW

Jahresbilanz: CTL wächst weiter – dem Markt zum Trotz

Die Cargo Trans Logistik AG baut ihr Partnernetzwerk aus, steigert die Transportmengen und legt beim Umsatz um über neun Prozent zu – auch dank internationaler Expansion und Digitalisierung.

Die Transportmengen im CTL-Netzwerk stiegen 2024 trotz Marktdruck leicht an. (Foto: CTL)

Die Cargo Trans Logistik AG (CTL) hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlichen Wachstum abgeschlossen. Trotz schwieriger Marktbedingungen konnte das Netzwerk nicht nur seinen Umsatz steigern, sondern auch seine Struktur gezielt weiterentwickeln. Grundlage dafür waren neue internationale Kooperationen, eine erhöhte Transportmenge und ein stärkerer Fokus auf Digitalisierung.

Den Angaben der Cargo Trans Logistik AG zufolge umfasste das Netzwerk zum Jahresende 200 nationale und internationale Partner. Damit habe die Kooperation eine europaweit hohe Netzwerkdichte und -resilienz erreicht, so das Unternehmen. Die Erweiterung des Partnernetzwerks und der gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts wirkten sich spürbar auf die Transportmengen aus. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Stückgutsendungen leicht um ein Prozent auf 2,46 Millionen. Laut CTL wurde das gesamte Transportvolumen über das bewährte Hub-and-Spoke-System abgewickelt.

Vor allem im internationalen Bereich konnte das Unternehmen zulegen. Neue Partner und zusätzliche Routen sorgten hier für ein Mengenwachstum von über zehn Prozent. Auch die Einführung neuer Produkte trug zur positiven Entwicklung bei. CTL nennt als Beispiel CTL Collect, das als besonders leistungsfähig sei und die Angebotsvielfalt im Netzwerk erweitert habe.

„Im Jahr 2024 haben wir unser Netzwerk spürbar erweitert. Unsere 200 nationalen und internationalen Partner sorgen europaweit für eine maximale Netzwerkdichte und -sicherheit“, betont CEO Francesco De Lauso. Ein weiterer Erfolgsfaktor sei der eigene Nahverkehr in anspruchsvollen Regionen wie Köln oder Hannover.

Der Umsatz der CTL stieg im Berichtsjahr um 9,1 Prozent auf knapp 161 Millionen Euro. Neben den üblichen Tarifanpassungen sieht die CTL die strategische Erweiterung des Dienstleistungsportfolios als Hauptursache für das Plus. Dabei verweist das Unternehmen auf Angebote, die über reine Netzwerkdienste hinausgehen und zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Ein zentrales Projekt im vergangenen Jahr war die Gründung der Softward GmbH. Mit dem unternehmenseigenen IT-Dienstleister will die CTL die Digitalisierung der Netzwerkprozesse weiter vorantreiben. Grundlage dafür ist die Betriebssoftware des Netzwerks, die vollständig vom bisherigen Anbieter übernommen und in die AG überführt wurde. Künftig soll Softward innovative Lösungen für das gesamte Partnernetz entwickeln und implementieren.

Trotz der nach wie vor angespannten Lage in der Transportbranche zeigt sich das Unternehmen optimistisch.

„Bei der CTL gestalten wir den Wandel aktiv mit. Gemeinsam mit unseren Partnern bereiten wir uns mit Kompetenz, Effizienz und Verlässlichkeit auf kommende Anforderungen vor“, so De Lauso.

Für die kommenden Jahre nennt die CTL unter anderem den weiteren Ausbau der internationalen Präsenz, die Einführung von Anwendungen mit künstlicher Intelligenz und die Entwicklung branchenspezifischer Lösungen als strategische Schwerpunkte. Begleitet werden diese Ziele von einer langfristig angelegten Nachhaltigkeitsstrategie.