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VM-Vorstellung Citroën C5 Aircross: Großes Geburtstagsgeschenk - ab 33.990 Euro

Zum 100. Geburtstag kehrt Citroën zurück in die Pariser Innenstadt und beschenkt sich mit dem neuen C5 Aircross, der merklich wuchs. Man macht also die große Champagnerflasche auf, auch wenn die Stadt selbst nicht mehr mit Autos in Verbindung gebracht werden möchte. Die Preise sind gewohnt fair, für Benziner, PHEV und BEV.

Optisch bleibt der C5 Aircross so dezent wie der C3 - nur die Rückleuchten kommen wild. | Foto: Citroën

Eigentlich wollten sie es groß haben zur großen Feier: Einst nutzte Citroën den Eiffelturm als Werbefläche für seine Werbung – einst eine revolutionäre Idee! Aber mittlerweile ein NO-GO für die Stadt Paris, die ÜBERHAUPT NICHT mehr mit Autos in Verbindung gebracht werden möchte. Trotzdem macht man eine ganz große Flasche Champagner auf. Was bei Citroën relativ zu sehen ist, denn selbst unter der Ziffer 5 baute die Marke zuletzt keine wirklich „großen“ Autos, sondern Raumnutzendes und -effizientes an der Grenze vom Kompakt- zum Mittelklasseformat.

Nach dem C5X streckt sich jetzt auch der Aircross weiter ans obere Ende der Mittelklasse und wuchs merklich: Mit 4.652 mm Länge (das sind 15 cm mehr!), 1.902 mm Breite, 1.666 mm Höhe und einem Radstand von 2.784 mm (plus sechs Zentimeter, die praktisch komplett dem Fond zugeschlagen werden) bringt der neue Citroën C5 Aircross ordentlich Format auf die Straße. Auch er steht auf STLA Medium und parkt jetzt formatmäßig neben dem Opel Grandland und wie dieser zwischen seinen Peugeot-Cousins 3008 und 5008.Unabhängig vom Antrieb bleibt der Kofferraum immer bei 651 bis 1.922 Litern – die Marke proklamiert hier nicht ganz zu Unrecht Bestwerte im Segment. 

Unterwegs ist er je nach Vorliebe mit drei Motorisierungen: als Hybrid (145 PS, ca. 900 km Reichweite), Plug-in-Hybrid (195 PS, rund 650 km Reichweite) oder rein elektrisch – entweder mit 520 km (210 PS) oder 680 km Reichweite (230 PS). Immerhin bleibt auch der Preis markentypisch in Reichweite: Ab für das Gebotene moderaten 33.990 Euro geht es los, der PHEV soll unter 40.000, der BEV unter 45.000 Euro starten. Zum Vergleich: Der Opel Grandland startet bei 36.400 Euro. Der Peugeot 3008 gar erst bei 40.080 Euro.

Plattform-Wechsel mit Wachstumsschub

Dank der neuen STLA Medium-Plattform wird der C5 Aircross länger, breiter, geräumiger – und passt sich sowohl Verbrennungsmotoren als auch E-Antrieben an. Mit großen Rädern (bis zu 20 Zoll) und schlauen Aerodynamik-Tricks wie Luftleitelementen und einer taillierten Heckpartie drückt er den Luftwiderstand auf cw 0,75 – eine beachtliche Verbesserung gegenüber dem Vorgänger (cw 0,84). Wobei die Franzosen hier dieStirnfläche mkit einrechnen, ohne sie ergäbe sich sicher irgendwas unter 0,3.

Bei den Rückleuchten blitzt ein bisschen von Citroëns immer wieder mutigen Designansätzen durch

Wer den Kühlergrill sucht, wird bei der Elektroversion enttäuscht: geschlossen – für bessere Aerodynamik. Seitlich zieht sich eine präzise Linie vom Scheinwerfer bis zum Heck, wo eine schwarze Spange das Fahrzeug optisch streckt. Statt eines Hecks wie ein Kleiderschrank setzt Citroën auf muskulöse Schultern und schwebende LED-Lichtflügel, die aus jedem Winkel signalisieren: Hier wird der Luftstrom ernst genommen. Sodass das Heck die eigentliche wilde Schokoladenseite des Neulings ist, womit er sich auch massiv von allen anderen Midsize-CUV oder –SUV abhebt.

Innen: Mehr denn je Wohnzimmer - mit Wasserfall

Im Innenraum trifft „Sofa-Design“ auf „Zen Lounge“. Markentypisch weiche Materialien, horizontale Linien und Ambientebeleuchtung in acht Farben sollen mehr denn je das Feeling eines mobilen Wohnzimmers schaffen. Neu sind Advanced Comfort-Sitze mit (noch) dickeren Schaumstoffpolstern, optional mit Massagefunktion, Heizung, Belüftung und elektrisch einstellbaren Seitenwangen. Auch auf den Rücksitzen sind die Lehnen neigungsverstellbar zwischen 21 und 33 Grad – und optional beheizbar.

Ein vertikaler 13-Zoll-Touchscreen dominiert das Cockpit und macht auf „Wasserfall“. Der neue Citroën C5 Aircross verfügt nämlich über den größten zentralen HD-Touchscreen, den es bei Stellantis je gab. In einem eleganten, vertikalen Design scheint er über dem Armaturenbrett zu schweben und fließt wie ein Wasserfall bis zur Mittelkonsole. Dazu kommen Head-up-Display, ein digitales Kombiinstrument und eine Sprachsteuerung ("Hello Citroën"), die jetzt auch auf ChatGPT zurückgreifen kann – falls einem die Fragen zur nächsten Raststätte ausgehen. Smartphones docken kabellos an, geladen wird mit bis zu 15 Watt. Die Bedienung versucht auch hier eine „Brücke“ über den Wasserfall zwischen Zukunft und Moderne: Es gibt eine feste Menüleiste mit Schnellzugriff auf Startseite, Telefon, Fahrzeugeinstellungen und mehr und einen direkten Zugriff auf die Klimasteuerung für Fahrer und Beifahrer. Die Bedienung soll auch klappen, während der Ellenbogen auf der Armlehne ruht.

Und im Fond? Gibt es vor allem mehr Platz: Wir dröseln das nochmal im Detail auf: Der Radstand von 2,78 m bringt laut Citroën einen Platzgewinn von +51 mm gegenüber dem Vorgänger. Die Kopffreiheit hinten soll um üppige 68 mm wachsen. Außerdem im Fond dazugekommen sind eine Mittelarmlehne mit zwei Becherhaltern und Smartphone-Ablagen sowie zwei USB-C-Anschlüsse und eine 12V-Steckdose. Die Rücksitze sind im Verhältnis 40/20/40 teilbar und verstellbar. Auch vorn kommen zwei USB-C und eine 12V-Steckdose hinzu.

Mehr Assistenzsysteme, weniger Nervenkitzel

Der neue C5 Aircross hilft beim Fahren (Drive Assist 2.0), Spurwechseln, Rückwärtsausparken und erkennt selbst Schilder im erweiterten toten Winkel. Matrix-LED-Scheinwerfer sorgen für Fernlicht ohne Blenden – und Kameras für 360°-Rundumblick, falls das Parkhaus wieder zu eng ist.

 

Antriebe: Neu sortiert – die Basis bildet ein 1,2-Liter Dreizylinder!

Das Programm startet mit dem Hybrid 145 Automatik samt 48V-System, der bis zu 900 km Reichweite bieten soll. Er kombiniert einen speziell für die Hybridisierung entwickelten 1,2 l Turbo-Dreizylindermotor mit 100 kW (136 PS) mit einem 9 kW (12 PS - 21 kW/28 PS Spitze) starken Elektromotor, gespeist von einer 0,9 kWh-Batterie unter dem Fahrersitz. Der E-Motor ist in das neue ë-DCS6-Doppelkupplungsgetriebe integriert. Das Modell verbraucht laut Pressemitteilung rund 15 Prozent weniger als ein vergleichbarer Benziner ohne Hybrid und noch einmal 4 Prozent weniger als die Vorgängergeneration.

Beim Plug-in kann man in Serie nur mit 3,7 kW laden

Darüber rangiert der Plug-in-Hybrid 195 Automatik: Der PHEV kombiniert einen 1,6 l Turbo-Vierzylinder mit 110 kW (150 PS) mit einem 92 kW (125 PS) starken Elektromotor und einer 21 kWh-Batterie (zentral im Unterboden verbaut). Die Systemleistung beträgt 143 kW (195 PS), das ë-DCS Getriebe verfügt über 7 Gänge. Fahrende können wählen zwischen drei Modi. Er bietet im Schnitt 86 km elektrische Reichweite nach WLTP, real also eher 60 km. Das sind trotzdem rund +33 % mehr im Vergleich zum Vorgängermodell. Dank dem integrierten 55-Liter-Tank entsteht so eine Gesamtreichweite von 650 km auf der Autobahn (+28 % im Vergleich zum Vorgänger). Rund 5 Stunden und 15 Minuten dauert die Ladung an einer 7,4 kW Wallbox mit dem 3,7 kW Onboard-Charger (Serie), und rund 2 Stunden und 55 Minuten mit dem optionalen 7,4 kW Onboard-Charger.

Im Jahr 2025 darf es gerne gleich der BEV sein

Am interessantesten und zukunftsträchtigsten dürfte sicher der ë-C5 Aircross elektrisch sein: Er kommt je nach Akku auf entweder 520 km oder 680 km Reichweite, und kann Schnellladen in 30 bzw. 27 Minuten von 20 auf 80 %. Da hat der Aircross die Welt leider nicht neu erfunden. Immerhin soll er ab 2026 eine V2L-Funktion bieten. Und, noch spannender, einen optionalen 22-kW-Drehstrom-Bi-Direktionallader. In Verbindung mit geeigneter Infrastruktur können dann in nur zehn Minuten bis zu 160 Kilometer Reichweite nachgeladen werden. Wichtig: Die serienmäßige Wärmepumpe spart Energie und verbessert die Reichweite (laut Citroën um +25 km bei Frost im Vergleich zum Vorgängermodell). Und: Der EV Trip Planner in der Navigation berechnet die optimale Route inklusive Ladepausen basierend auf Echtzeitdaten (SOC, Verkehr, Höhenprofil etc.). Ergänzend steht die App e-ROUTE für Nutzer ohne 3D-Navigation zur Verfügung. Die jetzt eben doch nicht am Eiffelturm entlangführt, sondern vielleicht eher ins nordfranzösischen Rennes. Wo man die Champagnerkorken knallen lässt, da man weiterhin große Citroën bauen wird.

Herkunft und Nachhaltigkeit: typisch französisch

Gebaut wird der neue C5 Aircross im nordfranzösischen Rennes. Der Elektromotor stammt aus Trémery, die große 97-kWh-Batterie kommt aus Douvrin. Statt Leder gibt’s recycelte Stoffe, im Innenraum sind 160 kg recycelte Metalle verarbeitet – und für echte Öko-Connaisseurs: Rebholz aus Burgund ersetzt herkömmliche Kunststoffe in Tür- und Konsolenfächern. Santé!