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Cupra und Seat: CEO Wayne Griffith wirft hin

Nicht nur bei Volvo bebt es: Bei Cupra respektive Seat verließ zum 31.3.2025 der bisherige CEO Wayne Griffiths das Unternehmen, offiziell auf eigenen Wunsch.

Gern schnell und wild: Noch Ende März verkündete Griffiths (4. v.r.) die Kooperation mit Abt. | Foto: Cupra

Auch bei Cupra respektive Seat mag sich mancher die Augen reiben: denn CEO Griffiths passt zur Marke wie nur wenige andere CEOs. Und auch er lieferte: Griffiths übernahm Seat und Cupra im Oktober 2020 von Luca de Meo und war schnell der „Frontmann“ für den Aufbau Cupras. Als der Brite seinen Job im spanischen Martorell antrat, schrieb die VW-Tochter noch rote Zahlen, die er ins Schwarze drehen konnte.

Auch Griffiths lieferte und schaffte schwarze Zahlen

2024 lieferten Seat und Cupra gemeinsam weltweit 558.100 Neuwagen aus und fuhren ein operatives Ergebnis von etwa 633 Millionen Euro ein, die Rendite lag bei 4,4 Prozent. Alles nicht weltbewegend im Vergleich zu Porsche, aber solide und schwarz. Auch wenn Cupra in einigen Märkten schon seinen Zenith erreichte: In Österreich gingen die Cupra-Zahlen gegenüber 2023 schon wieder zurück, dafür stieg dort der Seat-Absatz massiv an. In Deutschland fuhr Cupra dagegen weiter nach vorn.

Aber auch Griffiths sah aufziehende Wolken: Den geplanten Marktstart in den USA zerschoss ihm erstmal Donald Trump und die EU-Sonderzölle für den in China gebauten Tavascan kosten Rendite. Für das im chinesischen VW-Werk Anhui gefertigte Elektromodell werden 20,7 Prozent fällig. Das könnte in Europa indirekt 1.500 Arbeitsplätze kosten, warnte Griffiths. Sollte man die Zölle nicht senken oder abschaffen, flöge der Tavascan – der so ein Verlustbringer sei – wieder aus der Modellpalette. Und legte gleich nach:

„Wenn Cupra in Gefahr ist, ist Seat in Gefahr.“

Teuer ist auch der Born, der im sächsischen Zwickau mit dem ID.3 montiert wird. Denn innerhalb des Konzerns wird Cupra ein bisschen auch immer als „Lückenfüller“ für offene Produktionskapazitäten genutzt. Zudem kratzte auch Cupra als coolere Marke indirekt am Absatz der Muttermarke Volkswagen. Griffiths Posten übernimmt vorläufig Seats Produktionschef Markus Haupt.

Was bedeutet das?

Griffiths WAR Cupra wie kein anderer. Er stand für Fortschritt und klare Worte und war immer eine Spur wilder unterwegs als seine Kollegen, was wunderbar zur Marke passte. Und er hatte Benzin respektive Strom im Blut: Begann einst elterlichen Autohaus, ging 1993 zu Audi in den Vertrieb und blieb dort bis zum Herbst 2016. Da wechselte er als Vertriebschef zu Seat, 2020 wurde er CEO er Marken Cupra und Seat. Und wie gesagt – er passte perfekt zu den Marken und lieferte. Bis zum 31.3.2025…

Quellen: Manager Magazin, Handelsblatt