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Alfa Romeo: Das wird der neue Stelvio!

Die Saison neigt sich in Nordschweden dem Ende zu, aber nicht ohne eine Überraschung zu bieten! Wir haben den nächsten Stelvio bei geheimen Testfahrten zum ersten Mal eingefangen. Er wird deutlich größer als der Vorgänger.

 

In Nordschweden dreht der Stelvio Wintertestrunden. | Foto: VM

Der Stelvio zieht um: Von der Mittelklasse-Heckantriebs-Verbrenner-Plattform „Grigio“ auf die STLA Large Platform, die auch den Jeep Wagoneer S antreibt. Und von Italien nach Schweden, wo Alfa Wintertests fährt.

Alfa Romeo wird den Stelvio zunächst als Elektrofahrzeug einführen, gefolgt von Hybridmodellen. Wie CEO Santo Ficili kürzlich bestätigte, wird sich auch der Stelvio verzögern, da die neue Fabrik in Ungarn erst Anfang 2026 voll betriebsbereit sein wird. Womit klar ist: Auch Alfa Romeo wird weniger in Italien, dafür mehr im günstigeren Osteuropa montieren und folgt damit Audi, BMW und Mercedes-Benz nach Ungarn. Was einen kleinen „Beigeschmack“ hat…

Leistung? 1.000 PS könnten im elektrischen Quadrifoglio perspektivisch machbar sein

Alfa Romeo hält sich mit Informationen zurück, denn der Stelvio, der noch 2025 vorgestellt werden soll, wird eines der wichtigsten Autos für das Unternehmen sein, das in diesem Jahr auch sein 125-jähriges Bestehen feiert. Die Leistungsdaten kann man bei Jeep und Dodge einsehen – sie dürften, ganz grob geschätzt von 400 bis – nun ja, 1.000 PS reichen, zumindest bei den E-Versionen. Der Charger Daytona wird aktuell elektrisch in den zwei Versionen R/T und Scat Pack mit 370 kW (503 PS) bzw. 500 kW (680 PS) und zwei Elektromotoren geliefert. Das Drehmoment beträgt 548 bzw. 850 Nm. Beide sind serienmäßig mit Allradantrieb und einem 100,5-KkWh-Akku ausgestattet. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h liegt bei 4,7 bzw. 3,3 Sekunden. 

Laden könnte der Stelvio er mit bis zu 350 kW und bei Akkugrößen könnte es auch eine kleinere Version geben. Bei der Spannung könnte auch Alfa perspektivisch 800 statt 400 Volt anlegen - denn der Dodge lädt so maximal mit gut 180 kW im Peak. Fest steht: Der Stelvio wird das erste Auto in Europa sein, das mit der STLA Large Platform und der STLA Brain-Technologie ausgestattet ist. Denn auch digital will Stellantis einen großen Sprung machen, der auch bitter nötig ist!

 

Von vorne sieht man, dass der Stelvio horizontale Streben für das Tagfahrlicht hat. Es sieht so aus, als ob sich auch Alfa Romeo jetzt für geteilte Scheinwerfer entscheidet. Heißt: Große versteckte Hauptscheinwerfer im Stoßfänger, darüber voraussichtlich dreigeteilte „LED-Brauen“. Außerdem verwendet Alfa jetzt versenkbare Türgriffe, wie man auf den Bildern sehen kann. Die Rückleuchten basieren eindeutig auf dem Teaserbild von Alfa Romeo, das wir jetzt auch von Genesis kennen...

Neben den Stromern rechnen wir mit den neuen "Hurrican"-Sechszylindern. Die leisten im Charger "Sixpack" mit zwei Turboladern 309 kW (420 PS) oder 404 kW (550 PS). Auch hier darf es für Europa etwas weniger sein in der Basis. Wichtiger wäre der typische Alfa-Sound!

Was bedeutet das?

Der neue Stelvio wird deutlich wachsen und als erstes EU-Modell von Stellantis auf der STLA „Large“ stehen. Gegenüber dem dann fast zehn Jahre gebauten Vorgänger wird er in allen Belangen ganz große Entwicklungssprünge machen – muss er auch, wenn er gegen die neuen Premiums von Audi, BMW, Mercedes-Benz, Porsche und Polestar samt Volvo bestehen will.