Hafenband am Mittellandkanal: Wachstum und Innovation
Das Hafenband am Mittellandkanal, ein Zusammenschluss mehrerer Hafenstandorte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, meldet eine positive Entwicklung in den Bereichen Umschlag, Lagerung und nachhaltige Logistik. Laut einer aktuellen Mitteilung der Initiative konnten mehrere Projekte vorangetrieben werden, um die multimodale Transportinfrastruktur weiter auszubauen.
Stetiges Wachstum im Holzumschlag
Seit Anfang 2024 wird im Hafen Bückeburg-Berenbusch regelmäßig Holz auf Bahnwagen umgeschlagen. Dieses Geschäftsfeld konnte im Laufe des Jahres stabil gehalten werden, und auch für 2025 sind weitere Transporte angekündigt. Neben dem Bahntransport wird Rundholz weiterhin auf Binnenschiffe verladen und an holzverarbeitende Betriebe geliefert.
Nach Angaben des Hafenbands profitiert der Standort von umfangreichen Lagerkapazitäten. Durch die asphaltierten Flächen bleibt das gelagerte Holz weitgehend frei von Verunreinigungen, was eine problemlose Weiterverarbeitung ermöglichen soll.
Neue Lagerhalle für nässeempfindliche Güter
Um die Attraktivität für ansiedlungswillige Unternehmen weiter zu steigern, Wurde im Dezember 2024 mit dem Bau einer neuen Lagerhalle begonnen. Die Halle soll nach ihrer Fertigstellung eine Gesamtfläche von etwa 1.000 Quadratmetern umfassen und in drei separate Abschnitte unterteilt sein. Die Fertigstellung ist noch im Frühjahr 2025 geplant. Ziel sei es, die Lager- und Umschlagskapazitäten für nässeempfindliche Güter auszubauen.
Hafen Wittlager Land setzt auf Biomethan und KI
Der Hafen Wittlager Land in Bohmte verfolgt weiterhin das Ziel, die regionale Wirtschaft durch eine verbesserte Wasserstraßenanbindung zu unterstützen. Nach Angaben des Hafenbands wurde hier eine Biomethananlage der ND Energie GmbH errichtet, die Reststoffe wasserseitig transportiert und als Dünger wieder in den Wirtschaftskreislauf einbringt. Die Anlage soll im Mai 2025 in den Regelbetrieb gehen.
Parallel dazu wird ab 2025 die Regio-Agrarumschlagsgesellschaft den Umschlag von Getreide und Futtermitteln aufnehmen. Zusätzliche Kapazitäten für den Container- und Schüttgutumschlag stehen ebenfalls zur Verfügung. Zudem setzt der Hafen zunehmend auf digitale Technologien. Laut der Mitteilung soll künstliche Intelligenz genutzt werden, um die Effizienz von Logistikprozessen zu steigern.
Minden: Kräftiges Wachstum trotz Rückschlägen
Nach einem schwierigen Jahr 2023 verzeichneten die von der Mindener Hafen GmbH betriebenen Standorte 2024 ein Umschlagsplus von rund 24 Prozent. Besonders der Binnenschiffsumschlag im RegioPort OWL (+33,5 %) und der Bahnumschlag im Containerterminal im Industriehafen II (+27 %) entwickelten sich dynamisch.
Ein weiteres Wachstumsprojekt ist der Bau einer 40.600 Quadratmeter großen Gewerbehalle im hafenaffinen Gewerbegebiet nördlich des RegioPort OWL. Nach Angaben des Hafenbands soll die Halle zur Hälfte mit Containerware befüllt werden.
Darüber hinaus wurde eine regelmäßige Binnenschiffverbindung zwischen Minden und Bremerhaven reaktiviert. Die Betreiber erhoffen sich, an frühere Erfolge auf der Mittelweser anzuknüpfen.
Solide Wirtschaftslage, aber unsichere Prognosen
Die weiteren Standorte des Hafenbands, darunter Hille, Espelkamp und Lübbecke, berichten von einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung im vergangenen Jahr. Die Betreiber äußern sich zuversichtlich, sich im Markt weiterhin behaupten zu können. Konkrete Prognosen zur künftigen Entwicklung konnten in der Mitteilung jedoch nicht gegeben werden.