Leipziger Logistik: Insolvenzverfahren soll Fortführung sichern
Die Leipziger Logistik & Lagerhaus GmbH hat ein Insolvenzverfahren eingeleitet, um eine Neuaufstellung des Unternehmens zu erreichen. Laut Angaben der Gesellschaft begleitet Christian Krönert von der Kanzlei Schultze & Braun das Verfahren als vorläufiger Insolvenzverwalter. Gemeinsam mit der Geschäftsführung prüft er die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Sanierung.
Geschäftsbetrieb bleibt aufrechterhalten
Nach Unternehmensangaben läuft der Geschäftsbetrieb an allen drei Standorten der Gruppe in Leipzig, Karlstein am Main und Ettlingen uneingeschränkt weiter. Auch die Schwestergesellschaft Leipziger Logistik & Lagerhaus Südwest GmbH mit Sitz in Ettlingen ist nicht von dem Verfahren betroffen.
Gehälter vorerst gesichert
Die rund 90 Beschäftigten des Leipziger Unternehmens erhalten ihre Löhne und Gehälter bis mindestens Ende Oktober über das Insolvenzgeld. Ab November sollen die Zahlungen wieder aus dem laufenden Geschäftsbetrieb finanziert werden.
Investorengespräche eingeleitet
Laut Angaben des Insolvenzverwalters und der Geschäftsleitung werden Gespräche mit potenziellen Investoren geführt. Erste Interessenten hätten sich bereits von sich aus gemeldet. Ziel sei es, die Standorte und die Belegschaft langfristig zu sichern.
Fuhrpark und Lagerkapazitäten
Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über einen Fuhrpark von rund 50 Fahrzeugen sowie über große Lagerflächen an seinen Standorten. Die Gesellschaft ist seit 1990 am Markt tätig und spezialisiert auf die Getränkelogistik sowie den Transport von Papier, Lebensmitteln, Handelsgütern und Baustoffen.
Gründe für die wirtschaftliche Schieflage
Als Auslöser für die Neuaufstellung nennt die Geschäftsführung steigende Finanzierungskosten sowie erhebliche Preissteigerungen bei Material und Betriebsmitteln. Diese Entwicklungen stehen laut Angaben des Unternehmens im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.(av)