Concours of Elegance Germany: Eleganz unter Strom
Die Einladung kam einmal mehr von Lamborghini: Die Marke präsentierte seine elektrifizierten Modelle Revuelto, Temerario und Urus SE – ein jetzt vollständig hybridisiertes Modellportfolio. Zusätzlich war mit dem klassischen Jarama ein historisches Fahrzeug vor Ort. Und klar, im Mittelpunkt stand für uns die Sitzprobe im neuen Temerario, einem Plug-in-Hybrid mit 920 PS starkem Twin-Turbo-V8. Der in Sant’Agata Bolognese entwickelte Motor, der allerdings auf dem Konzern-V8 basiert, wie der Hubraum verrät, erreicht bis zu 10.000 U/min – ein Alleinstellungsmerkmal unter Supersportwagen mit Serienmotor. Neben der Leistung bietet der Temerario auch erhöhten Komfort und Platz im Innenraum. Tatsächlich steigt man ein und findet sofort eine bequeme Sitzposition.
Ebenfalls ausgestellt war der Revuelto, Lamborghinis V12-Hybrid mit 1.015 PS. Er kombiniert einen neuen V12-Saugmotor mit drei Elektromotoren. Beide Modelle werden auf derselben Hybrid-Produktionslinie gefertigt – eine Premiere bei Lamborghini. Für Probefahrten stand zudem der Urus SE bereit. Der elektrifizierte Super-SUV mit 800 PS verbindet Effizienz mit Performance und wurde in Design, Aerodynamik und Technologie umfassend überarbeitet.
Mit dem historischen Jarama aus den 1970er-Jahren – einem V12-Gran-Turismo – erinnerte Lamborghini zudem an seine Geschichte. Experten der Klassikabteilung Polo Storico standen für Gespräche bereit - anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer „Bull Run“ mit Kunden rund um den Tegernsee.
Neben Lamborghini war auch Ferrari offiziell vertreten, aber auch die Hypercarhersteller Koenigsegg und Rimac gaben sich ein Stelldichein. Womit neben den ungefilterten Abgasen der Oldies auch lokal Emissionsfreies geboten war.
Ein Hingucker war in dem Zusammenhang auch der elektrische GT electric in „rosso amaranto“ lackiert von Totem Automobili, der klar den Alfa GTV der frühen 1970 er neu interpretiert. Das aber extrem elegant mit 590 PS für 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h für nun ja, 539.000 Euro Basispreis. Trotzdem immer wieder ein Eyecatcher – und ein Schnapper im Vergleich zu so manch anderem Ausstellungsstück.
Was bedeutet das?
Es war unser erster Concours of Elegance Germany und trotz des Regens die Reise wert. Und auch wenn donnernde Boxer-Sechszylinder sowie brüllende V8 und V12 im Wortsinn den Ton angaben – es finden sich auch feine leise elektrische Töne dort. Elektrisierend ist das illustre Event allemal!