PKW

Formel E: Freies Training in Berlin - Ende mit Crash

Freies Training in Berlin: Wir durften bei DS Penske ganz nah mit dran sein und waren erstaunt. Diesmal war viel anders...

Gut, das Porsche auch die Safety-Cars stellt: Im freien Training räumte Wehrlein seinen Teamkollegen da Costa ab. | Foto: G. Soller

Ungewöhnlich für Berlin: Es regnet immer wieder in Strömen, was für die nachgeschärften Hankook-iON-Reifen eigentlich kontraproduktiv ist: Die wurden nämlich zugunsten schnellerer Rundenzeiten „nachgeglättet“ und führen nicht mehr ganz so viel Wasser ab – und ausgerechnet die aktuelle Saison bot mehr Regen denn je. Rund zwei Stunden vor dem Training hatte noch geregnet, doch bis zu Start war die Strecke wieder trocken.

Man konnte die schwarzen Rundlinge ordentlich auf Temperatur und Grip bringen. Wir beobachteten all das live in der DS-Box, wo man zwischendrin den Reifen analysierte und prompt an Max Günthers Auto begann, am Sturz zu schrauben. Grundsätzlich konnte man bei DS Penske zufrieden sein – die Autos haben wieder Potenzial, unter den Top-Five mitzufahren.

Die schnellste Runde drehte aber Favorit Pascal Wehrlein, der kurz vor Schluss aber ausgerechnet seinen Teamkollegen Antonio Felix da Costa ihn in die Mauer schob – ganz dezent, aber heftig genug, um das Training vorzeitig abzubrechen.

Dass die Reifen die Autos auch schneller machen und die Strecke etwas „flüssiger“ aufgebaut war, bewiesen die Zeiten: Der 2024er Streckenrekord von 1:01.741 Minuten wurde schon in den ersten Minuten unterboten.

Wir sind gespannt, wer am Rennwochenende abräumen wird – hoffentlich nicht so, wie im freien Training!

Was bedeutet das?

Die Teams liegen in der aktuellen Saison viel näher beieinander als zuvor und mehrere Fahrer sind siegfähig. Und nicht nur die Strecke, sondern auch das Wetter sind „flüssiger“ als letztes Jahr. Weshalb wir umso gespannter sind auf den Ausgang. Und: Man darf gespannt sein, was die Autohersteller aus dieser Saison „lernen“ und eventuell in die Serie übertragen.