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Amazon: E-Cargobikes und Fußzustellung in dichten Cities wie New York

Der Internetriese sieht Vorteile der Lastenrad-Belieferung auch im KEP-Bereich. Mit E-Bikes, zu Fuß oder über Hub Delivery erreichen Pakete in dichten Gebieten wie New York Kunden präziser und schneller. In der Metropole operiert man aus 60 Mikromobilitätszentren mit hunderten E-Bikes, auch vom deutschen Hersteller Mubea.

Besser per Bike: Amazon ist auch im KEP-Bereich mittlerweile überzeugt von den Vorzügen des Lastenradeinsatzes, etwa in New York, wo auch die deutschen Mubeas rollen. | Foto: Amazon

Von Verkehr und Staus bis hin zu begrenzten Parkmöglichkeiten - die Zustellung von Amazon-Paketen in großen, dichten Städten wie New York muss man anders angehen, um den einzigartigen Komplexitäten und Merkmalen der Stadt gerecht zu werden, davon ist der Internet-Gigant Amazon auch für den sogenannten KEP-Bereich überzeugt und stellt das mittlerweile auch breit in der Öffentlichkeit dar, wie jüngst auf der firmeneigenen News-Seite. Auch in Deutschland setzt man in größerer Zahl bei der Paketzustellung auf E-Cargobikes, etwa das Modell Cargo M vom deutschen Hersteller Mubea, bei dem neben hoher Robustheit und Zuverlässigkeit das für die Praktikabilität wichtige Kriterium eines Zwei-Kubikmeter-Laderaums gegeben ist. 

Vorreiter unter den Cities ist dabei New York. Weil die Bewohner täglich über zwei Millionen Lieferungen erhalten, hat der Konzern begonnen, neue und innovative Wege zu erforschen, um die Haustüren der Kunden zu erreichen - oder in diesem Fall Lobbys, Posträume und Haustüren. Damit will man die Bemühungen flankieren, mit weniger Emissionen auszuliefern, um die Verpflichtung gegenüber dem Climate Pledge zu erfüllen und weiterhin mit der schnellsten Geschwindigkeit für Prime-Mitglieder zu liefern, wie es aus dem Unternehmen von Jeff Bezos heißt. 

Bereits 2019 gab der E-Commerce-Pionier, der lange keine eigene Flotte betrieb, das Ziel bekannt, 100.000 elektrische Lieferfahrzeuge vom Entwicklungspartner Rivian einzuführen, und begann mit der Etablierung alternativer Liefermethoden wie E-Bike-Lieferungen, um verstopfte Straßen in den Städten zu entlasten, Auspuffemissionen zu vermeiden und zugleich weiter Arbeitsplätze zu schaffen. Allein im Jahr 2024 wurden durch diese Programme in New York City mehr als 60 Millionen Pakete an Kunden ausgeliefert, bilanziert der Konzern. 

Seit sechs Jahren setzt man auch E-Cargobikes für die Zustellung ein

Ebenfalls im Jahr 2019 hatte man damit begonnen, E-Bikes für Lebensmittellieferungen in New York zu testen. Heute wird die Mehrheit der Lebensmittellieferungen von Whole Foods Market und Amazon Fresh in Manhattan mit E-Bikes wie etwa auch von Mubea durchgeführt. Das E-Bike-Pilotprojekt wurde 2023 auf Brooklyn ausgeweitet, wo der Delivery Service Partner (DSP) täglich Tausende von Paketen an Kunden ausliefern. Der Bezos-Konzern investiert weiterhin in seine E-Bikes und arbeitet daran, seine Mikromobilität in der Stadt auszubauen. Im Jahr 2024 begann man mit der Erprobung eines neuen E-Bike-Modells in Brooklyn, und im Mai kündigte das Unternehmen an, in diesem Jahr mehr als 250 dieser E-Bikes in der Stadt einzuführen, um Kunden in Manhattan Pakete am nächsten oder gleichen Tag zuzustellen. Dabei arbeitet man eng mit dem New Yorker Verkehrsministerium zusammen, um geschützte Fahrradabstellplätze für Lastenräder einzurichten, wo Radfahrer Kundenbestellungen sicher aufladen und ihre Fahrräder abstellen können. 

„Amazon hat seine Führungsrolle und sein Engagement für innovative und sichere Mikromobilitätslösungen unter Beweis gestellt, insbesondere für die Fahrradzustellung. Diese Mikromobilitätslösungen tragen erheblich zu den Nachhaltigkeitszielen der Stadt und der Region bei, indem sie Fahrzeugemissionen vermeiden und Verkehrsstaus verhindern. Dies sind wichtige und positive Schritte in Richtung der größeren Ziele, New York zu einer sichereren, gesünderen, nachhaltigeren und gerechteren Stadt zu machen", wirbt Tom Wright, Präsident und CEO der Regional Plan Association.

Die Lieferungen erreichen die Kunden auf Hunderten von Fahrrädern in ganz New York, die sich den über 60 Mikromobilitätszentren anschließen, die mehr als 45 Städte in Europa bedienen, darunter die Niederlande, Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich. In New York werden viele Kundenbestellungen von DSP Delivery Associates sogar zu Fuß ausgeliefert. Mehr als 1.300 Delivery Associates in Manhattan und einem kleinen Teil von Queens nutzen tatsächlich Schubkarren, um täglich Pakete zu liefern. Im Jahr 2024 brachten sie täglich bis zu 250.000 Pakete aus, wodurch täglich Hunderte von Fahrzeugen auf den Straßen eingespart werden konnten, wie der Konzern bilanziert. 

Role Model für Metropolen wie London und Paris

Dieses Modell wurde auch in europäischen Städten wie London und Paris übernommen. Kleine Unternehmen, von Cafés bis zu Bodegas, liefern seit 2023 Pakete an Kunden in Manhattan aus. Das Hub-Delivery-Programm sei ein flexibler Weg für Kleinunternehmer, ihren Gewinn zu steigern und sich stärker mit ihrer lokalen Gemeinschaft zu verbinden, wirbt der Konzern für das Konzept. Jeder Hub-Delivery-Partner in Manhattan liefert täglich etwa 30 Pakete in einem Umkreis von wenigen Blocks um sein Geschäft aus, wobei er mit seinen Mitarbeitern zusammenarbeitet und sich an den Betriebszeiten seines Geschäfts orientiert. Das Programm ist derzeit in Indien, Japan, Mexiko und Spanien verfügbar und sucht nach Partnern in ländlichen Gebieten und Großstädten in den USA, wie man vermeldet.