Donald dreht durch: Trump-Administration lässt 8.000 Behörden-Ladesäulen abschalten
Offiziell soll „der Markt“ entscheiden über die Antriebsform Amerikas. Und obwohl auch hier der Zuspruch zu E steigt, hat die Trump-Administration ihre Entscheidung schon getroffen: Die US-Regierung fährt die Privilegien für Elektroautos weiter zurück, die Ex-Präsident Biden eingeführt hatte. Dazu gehörte auch der Kauf teurer Elektrofahrzeuge für Behörden und der Aufbau der nötigen Ladeinfrastruktur. All das macht Trump jetzt rückgängig – um die Steuerzahler zu entlasten. Der Trump-Vertraute Gavin Wax sagte bereits vor einigen Monaten in einem Interview mit Fokus online:
„Es wird weiterhin Elektroautos geben und ihr Marktanteil könnte durchaus steigen, aber die Entscheidung werden jetzt die amerikanischen Verbraucher und der freie Markt treffen, nicht mehr die Bürokraten aus D.C. mit ihren Zwangsquoten. Ich erwarte, dass es eine große Vielfalt an Autos zu den unterschiedlichsten Preisen geben wird."
Behörden müssen ihre Ladepunkte abschalten und ihre E-Autos verkaufen
Wie die US-Techplattform „The Verge“ berichtet, soll die Behörde zur Verwaltung öffentlicher Gebäude (GSA) jetzt Anweisungen erhalten haben, ihre Ladesäulen für Elektroautos abzuschalten und elektrische Dienstwagen zu verkaufen. Die Ladesäulen seien „nicht missionskritisch“ für die Arbeit der Bediensteten. „The Verge“ beruft sich dabei auf interne Emails der Behörde. Womit obige Aussage von Wax nicht mehr ganz korrekt wäre: Denn wenn eine Behörde mit Elektromobilität nachweislich billiger fährt als mit Verbrenner, wäre das ja im Sinne des Steuerzahlers.
Aktuell werden laut dem Bericht die Verträge mit den Stromversorgern gekündigt und die Ladesäulen nach Ablauf dieser Frist abgeschaltet. Mitarbeiter mit E-Autos müssten dann auf eigene Ladesäulen zuhause oder öffentliche Ladesäulen ausweichen. Oder wieder Verbrenner nutzen.Als einen Grund soll angegeben worden sein, dass die 8000 quasi vom Steuerzahler finanzierten Ladepunkte auch für Privatfahrzeuge von Behördenmitarbeitern genutzt werden.
Was mit den Behörden-Stromern passiert, ist unklar. Die US-Regierung und deren Behörden gehören mittlerweile zu den größten E-Flotten der USA: Laut „The Verge“ sollen rund die Hälfte der 650.000 Dienstwagen der US-Regierung E-Autos sein. Immerhin will die US-Regierung ihre Behörden-Flotten grundsätzlich verkleinern und Dienstreisen künftig auf absolut notwendige Fahrten beschränken.
Hinter dieser Entscheidung scheint einmal mehr die neue Effizienz-Behörde zu stehen, bekannt auch als „DOGE“ (Department of Government Efficiency), das Elon Musk leitet. Sie machzte in den letzten Wochen schon durch Massenentlassungen von sich reden. Und obwohl DOGE-Chef Elon Musk als Pionier der E-Mobilität gilt, soll jetzt absolute Technologieoffenheit herrschen, die E-Mobilität wird gar nicht mehr gefördert.
Was bedeutet das?
Die „Technologieoffenheit“ kostet die US-Autoindustrie UND den Steuerzahler Milliarden: Denn auch GM, Ford und Stellantis haben Milliardenbeträge in Elektromobilität gepumpt, die jetzt drastisch ausgebremst wird! Außerdem vernachlässigt das Papier scheinbar komplett sinnvolle Einsatzzwecke von Behördenstromern, die so auch der CO2-Bilanz helfen. Wenn man bedenkt, dass E-Mobilität in China immer wichtiger wird und dort US-Marken wie Buick (noch) mehr Autos verkaufen wie in den USA selbst, schießt sich die Trump-Regierung langfristig einmal mehr ins eigene Knie.