LKW

Rheinkraft International: E-Lkw für internationale Stahltransporte

Das Duisburger Logistikunternehmen RKI setzt für seinen internationalen Rundlauf zwischen zwei Standorten eines Kunden auf Batterieelektrik.

Den IVECO S-eWAY setzt die RKI im täglichen Rundlauf für die Stahlbranche ein.

Bisher wurde der tägliche fast 500 Kilometer umfassende Rundlauf durch den Einsatz von HVO100 klimafreundlich gestaltet. Die Rheinkraft International (RKI) will nun den nächsten Schritt gehen und für die Transporte einen E-Lkw einsetzen.

Dekarbonisierung der Stahlindustrie
Der auf die Stahlindustrie spezialisierte Duisburger Logistiker befasst sich nach eigenen Angaben bereits seit einiger Zeit intensiv mit emissionsarmen Logistikkonzepten. Ann-Kathrin Müller, Project Manager Sustainable Transformation bei RKI:

„Zu einer nachhaltigeren Stahlindustrie gehört auch eine nachhaltige Lieferkette. Nachdem wir den Rundlauf Anfang 2024 durch den Einsatz von HVO100 im ersten Schritt emissionsärmer gestalten konnten, freuen wir uns, nun den nächsten Schritt zu gehen, und den Rundlauf 100 Prozent elektrisch und damit ganz emissionsfrei abbilden zu können.“

Im Sinne des nachhaltigen Logistikansatzes sei nicht nur der Transport selbst klimafreundlicher. Bei dem Rundlauf handele es sich um Transporte von Schrott, der in den Niederlanden wieder in die Produktion einfließe, und Fertigmaterial, das im Ruhrgebiet gebraucht werde.

Das Projekt leiste somit nicht nur einen wichtigen Beitrag in der Erprobung klimaneutraler Antriebe, es trage auch zur Kreislaufwirtschaft bei, hieß es. In der Stahlindustrie ist zudem das Zuladungsgewicht ein entscheidender Faktor. Bis zu 26 Tonnen kann das Fahrzeuggespannt in seiner aktuellen Konfiguration zuladen, im Schnitt sind es im täglichen Einsatz rund 23 Tonnen.

Dass das so möglich ist, sei vor allem der schnellen Entwicklung im Bereich batterieelektrischer Nutzfahrzeuge und deren Reichweiten sowie der Einsatzbereitschaft des Kunden zu verdanken, erklärt Ann-Kathrin Müller:

„Um das Projekt so realisieren zu können, sind wir auf die operative Mithilfe unseres Kunden angewiesen. Die Sattelzugmaschine zieht ein Container-Chassis, welches jeweils vor Ort durch bereits beladene Container ergänzt wird. Durch diesen zeitoptimierten Prozess und die Reichweite des Fahrzeugs ist der Rundlauf auch mit eingeplanter Zwischenladung an einem Arbeitstag und unter Einhaltung der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten durchführbar.“

Geladen werde der E-Lkw primär im Depot auf dem Betriebsgelände der RKI in Duisburg, wo die Spedition eigene Ladesäulen installiert habe.

Eine batterieelektrische Sattelzugmaschine soll bei der RKI erst der Anfang sein, denn das Potenzial für emissionsärmere Stahl-Transporte sei groß, heißt es. In den kommenden Monaten soll die Flotte nach eigenen Angaben durch einen weiteren E-Lkw und ein Fahrzeug mit Wasserstoffverbrennungsmotor ergänzt werden. Darüber hinaus habe die Spedition die betriebseigene Tankstelle bereits vollständig auf HVO100 umgestellt.