Deutsche Bahn: ICE L startet im Dezember 2025 zwischen Berlin und Köln
Der neue Fernverkehrszug ICE L hat die Betriebsgenehmigung für Deutschland erhalten. Hersteller Talgo informierte die Deutsche Bahn (DB) über die erfolgte Zulassung, womit der geplante Start Ende des Jahres gesichert ist. Vorgestellt wird der erste Zug am 17. Oktober 2025 in Berlin. Noch im gleichen Jahr sollen vier ICE L in Dienst gestellt werden.
Einsatzstart und Verzögerungen
Der ICE L wird ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2025 zunächst innerdeutsch auf der Strecke Berlin–Köln verkehren. Die Einführung verzögerte sich durch Lieferschwierigkeiten bei Talgo sowie durch längere Test- und Zulassungsverfahren.
Barrierefreiheit im Hochgeschwindigkeitszug
Erstmals bietet ein DB-Hochgeschwindigkeitszug einen komplett stufenlosen Einstieg – ohne Hublift oder Treppen. Damit wird der Zugang insbesondere für Rollstuhlfahrende, Reisende mit Kinderwagen, Fahrrädern oder großem Gepäck erleichtert.
Komfort und Technik im Innenraum
Die neue Innenraumgestaltung setzt auf wohnliche Materialien, tageszeitabhängige Lichtsteuerung und kürzere Wagenlängen für ein offeneres Raumgefühl. Mobilfunkdurchlässige Scheiben sorgen dafür, dass Signale direkt ins Wageninnere gelangen, ohne Umwege über Repeater.
Bei den Sitzen flossen die Rückmeldungen von 1.600 Testpersonen in die Entwicklung ein. Neben ergonomischen Verbesserungen verfügen alle Plätze über großzügige Klapptische sowie Halterungen für Tablets und Smartphones.
Was bedeutet das?
Mit dem ICE L führt die Deutsche Bahn ein Fahrzeug ein, das nicht nur neue Maßstäbe bei der Barrierefreiheit setzt, sondern auch den Komfort im Fernverkehr spürbar erhöhen könnte. Der stufenlose Einstieg und verbesserte Mobilfunkempfang adressieren zwei häufige Kritikpunkte von Fahrgästen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die geplante Auslieferung im weiteren Verlauf reibungslos erfolgt – und ob die neuen Züge im Alltag den Erwartungen standhalten. (av)