Oslo treibt E-Bus-Offensive voran: Unibuss erweitert Ladeinfrastruktur mit ABB
Der norwegische Verkehrsbetreiber Unibuss hat seine Ladeinfrastruktur für Elektrobusse deutlich erweitert. Insgesamt 70 Hochleistungsladegeräte des Herstellers ABB E-Mobility sind inzwischen an den Betriebshöfen im Einsatz. Mit der aktuellen Erweiterung um 20 neue Einheiten unterstützt das Netz nun den täglichen Betrieb von rund 1.400 emissionsfreien Busfahrten in Oslo und der umliegenden Region.
Hohe Verfügbarkeit unter Extrembedingungen
Die Leistungsfähigkeit des Systems wurde während des Winters 2024/25 unter anspruchsvollen klimatischen Bedingungen getestet. Laut Unibuss lag die Betriebsverfügbarkeit in diesem Zeitraum bei 99,9 Prozent. Damit konnte die Zuverlässigkeit des Elektrobusbetriebs auch bei Minustemperaturen bestätigt werden.
Fortschritte bei der Elektrifizierung der Busflotte
Aktuell sind rund 90 Prozent der Busflotte von Unibuss in Oslo vollelektrisch. Auf das gesamte Unternehmen bezogen liegt der Elektrifizierungsgrad bei 60 Prozent. Zwischen 2018 und 2024 wurde auf den Buslinien in Oslo eine CO₂-Reduktion von 95 Prozent erreicht. Der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Elektrifizierung zusätzlicher Betriebshöfe sollen bis 2028 zu einem vollständig emissionsfreien öffentlichen Nahverkehr in Oslo führen.
Servicevereinbarung mit ABB E-Mobility
Zur Sicherstellung des reibungslosen Betriebs wurde die Zusammenarbeit mit ABB E-Mobility in Form eines umfassenden Service Level Agreements (SLA) formalisiert. Die Vereinbarung umfasst eine durchgehende Fernüberwachung der Ladeinfrastruktur sowie technischen Support vor Ort. Ziel ist die Absicherung des laufenden Betriebs und die schnelle Reaktion bei technischen Störungen.
Langfristige Elektrifizierungsstrategie
Neben dem bereits erreichten Elektrifizierungsgrad plant Unibuss, bis zum Jahr 2030 weitere Betriebshöfe auf E-Mobilität umzustellen. Damit soll der Übergang zu einem nachhaltigen, emissionsfreien Nahverkehrssystem weiter vorangetrieben werden.