Transport Logistic 2025: Cogita digitalisiert Speditionsprozesse
Der Bielefelder IT-Dienstleister Weber Data Service präsentiert auf der Messe Transport Logistic in München (2. bis 5. Juni) erstmals die neue Speditionssoftware Cogita einem internationalen Fachpublikum. Die webbasierte Lösung soll Unternehmen im Straßengüterverkehr dabei unterstützen, Transportprozesse effizient zu steuern und auszuwerten. Den Angaben des Anbieters zufolge richtet sich Cogita insbesondere an kleine und mittelständische Speditionen, die eine schlanke und schnell einsatzbereite Softwarelösung suchen.
Die Software bilde, so das Unternehmen, alle relevanten Prozesse für Teil- und Komplettladungen ab und kann innerhalb weniger Tage in Betrieb genommen werden. Dank eines nutzerbasierten Mietmodells ist kein eigener Server notwendig. Dies soll insbesondere für Unternehmen interessant sein, die Investitionen in IT-Infrastruktur vermeiden möchten.
Ein zentrales Element der neuen Softwarelösung ist das Startcockpit mit direktem Zugriff auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen. Nutzer erhalten auf einen Blick Informationen zu beförderten Tonnagen, Fahrzeugauslastung sowie Kunden- und Frachtführerumsätzen. Die Software stellt darüber hinaus detaillierte Analysen zur Wirtschaftlichkeit einzelner Fahrzeuge bereit – etwa anhand von gefahrenen Kilometern, Einsatztagen oder Deckungsbeiträgen. Vergleichbare Auswertungen lassen sich auch auf Kundenebene durchführen.
Cogita verfügt außerdem über ein integriertes Modul zur Berechnung von CO2-Emissionen. Dabei wird in den Stammdaten ein CO2-Faktor je Fahrzeugtyp hinterlegt. Auf dieser Grundlage lassen sich die Emissionen pro Auftrag, Tour oder Kunde darstellen. Wie Astrid Drexhage, geschäftsführende Gesellschafterin von Weber Data Service, erklärt, sind diese Funktionen ein Beitrag zur gestiegenen Berichtspflicht vieler Spediteure:
„Mit den CO2-Auswertungen helfen wir Spediteuren beim Erfüllen ihrer Informationspflichten gegenüber ihren Kunden.“
Zugleich sehe man die Funktion als Beitrag zum betrieblichen Klimaschutz. Drexhage verweist in diesem Zusammenhang auf das Engagement des Unternehmens im Rahmen des Ökoprofit-Projekts der Regiopolregion Bielefeld.
Neben der Analysefunktionalität bietet Cogita ein elektronisches Dokumentenmanagement. Alle erzeugten Dokumente, etwa Transportaufträge, werden automatisch der jeweiligen Sendung zugeordnet. Auch Bilddateien und externe PDFs lassen sich hinterlegen. Zudem erfüllt Cogita dem Anbieter zufolge alle Anforderungen für das Empfangen und Versenden von E-Rechnungen gemäß der EU-Norm EN 16931. Die Software unterstützt dabei sowohl das Format X-Rechnung als auch ZUGFeRD. Importierte Rechnungen werden automatisch verarbeitet, manuelle Eingriffe sind lediglich bei Abweichungen erforderlich.
Ein weiteres Merkmal ist die grafische Disposition, in der unterschiedliche Status durch individuelle Farbcodes hervorgehoben werden können. So lassen sich etwa Beladezustände visuell differenzieren. Die Anzeige kann laut Anbieter so konfiguriert werden, dass verfügbare Kapazitäten, Rückfrachten oder besondere Hinweise direkt erkennbar sind. Die Skalierung der Darstellung ist flexibel anpassbar – von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen.
Cogita werde kontinuierlich weiterentwickelt, versichert Weber Data Services. Der modulare Aufbau deckt derzeit unter anderem Auftragserfassung, Disposition, Abrechnung, Controlling und Stammdatenverwaltung ab. Ziel sei es, Speditionsprozesse zu automatisieren und damit Transparenz und Effizienz zu steigern. Die einfache Bedienbarkeit soll dabei auch zur Entlastung im Arbeitsalltag beitragen.
Halle B1, Stand B1.413/514