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Geburt eines Giganten: DSV schließt Milliardenübernahme von Schenker ab

Nach Erfüllung aller Auflagen ist der Kauf von Schenker durch DSV vollzogen. Der dänische Konzern spricht vom größten Schritt seiner Unternehmensgeschichte.

Schenker ist jetzt Teil von DSV: Der Zusammenschluss schafft eines der größten Logistiknetzwerke weltweit – auch im europäischen Straßengüterverkehr. (Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben)

DSV meldet Vollzug: Die Übernahme von Schenker ist damit abgeschlossen. Im globalen Logistikmarkt entsteht damit ein neuer Gigant. Die formale Finalisierung der Transaktion bezeichnet das dänische Unternehmen als einen Meilenstein in der eigenen Unternehmensgeschichte. tzuerhalten.

Gemäß eigenen Angaben hat DSV alle Bedingungen und Anforderungen für den Erwerb von Schenker von der Deutschen Bahn erfüllt. Die Übernahme hat ein Volumen von rund 106,7 Milliarden dänischen Kronen, was umgerechnet etwa 14,3 Milliarden Euro entspricht. Damit handelt es sich um die größte Transaktion in der Geschichte von DSV.

Mit dem Zusammenschluss verdoppelt DSV seine Unternehmensgröße. Das kombinierte Unternehmen wird künftig einen Jahresumsatz von etwa 310 Milliarden dänischen Kronen (rund 41,6 Milliarden Euro) erwirtschaften und weltweit rund 160.000 Beschäftigte in über 90 Ländern zählen. Die Bekanntgabe der vollzogenen Übernahme fällt mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen für das erste Quartal 2025 zusammen.

Jens H. Lund, Group CEO von DSV, erklärt gegenüber der Presse:

„Mit dem Abschluss der Übernahme von Schenker haben wir einen Meilenstein in der Geschichte von DSV erreicht. Wir haben der Transaktion mit Spannung entgegengeblickt, und ich freue mich, unsere neuen Kolleginnen und Kollegen in der DSV-Organisation willkommen zu heißen. Mit dieser Übernahme werden wir zu einem weltweit führenden Akteur im globalen Transport- und Logistikmarkt – zu einem Zeitpunkt, an dem globale Lieferketten stärker im Fokus stehen denn je und unsere Kunden ein verlässliches und agiles globales Netzwerk aus Dienstleistungen und Produkten benötigen.“

Schenker-CEO Jochen Thewes äußert sich ebenfalls positiv:

„Wir freuen uns über diesen wichtigen Schritt und blicken mit Zuversicht auf die gemeinsame Zukunft mit DSV. Der Dialog der letzten Monate war sehr konstruktiv, und wir sind begeistert von den Perspektiven, die sich für das kombinierte Unternehmen ergeben. DSV und Schenker passen hervorragend zusammen – sowohl in Bezug auf Geschäftsmodelle und Dienstleistungen als auch bei Werten und operativen Standards.“

DSV will mit der Übernahme sein globales Netzwerk und seine Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken. Die Verbindung beider Unternehmen soll Zugang zu neuen Märkten und Fachkräften schaffen – und das zu einem Zeitpunkt, den DSV als kritisch für den Welthandel und globale Lieferketten bezeichnet. Die strategische Stoßrichtung zielt auf nachhaltiges Wachstum, stärkere Digitalisierung und flexiblere Strukturen. Zudem soll die Übernahme die Voraussetzungen dafür schaffen, Kunden vollständig integrierte Logistiklösungen anzubieten.

Auch wirtschaftlich setzt DSV auf Synergieeffekte: Das Unternehmen rechnet bis Ende 2028 mit jährlichen Einsparungen in Höhe von rund 9 Milliarden dänischen Kronen. Die operative Marge des kombinierten Unternehmens soll langfristig mindestens das bisherige Niveau der jeweiligen DSV-Sparten erreichen. Als Basis dient eine normalisierte EBIT-Größe für Schenker aus dem Jahr 2024 von rund 6 Milliarden Kronen (ca. 800 Millionen Euro).

Die Integration von Schenker soll ab dem 1. Mai 2025 erfolgen. DSV kündigt an, diesen Prozess mit besonderer Sorgfalt und Rücksicht auf Kunden, Beschäftigte und weitere Beteiligte umzusetzen. Ziel sei es, Störungen im Betriebsablauf zu vermeiden und gleichzeitig das gewohnte Serviceniveau aufrecht