IAA mobility 2025: Opel erinnert an Kadett B und 60 Jahre Concept Cars
Im Jahr 1965 stellte Opel auf der IAA in Frankfurt am Main gleich zwei Neuheiten vor: den Kadett B und das erste Konzeptfahrzeug des Unternehmens, den Experimental GT. Beide waren eng miteinander verbunden, denn der spätere Serien-GT basierte technisch auf dem Kadett B.
Der Kadett B trat in vier Karosserievarianten an: zwei- und viertürige Limousine, Coupé und Caravan. Er wuchs in Länge, Radstand und Breite, wurde erstmals als Fünfsitzer zugelassen und bot einen auf 337 Liter vergrößerten Kofferraum. Der Caravan stellte mit umgeklappten Rücksitzen eine Ladefläche von 1,57 Metern bereit.
Der Kadett B entwickelte sich zum ersten Opel-Modell mit mehr als einer Million verkauften Fahrzeugen. Variantenvielfalt und Alltagstauglichkeit machten ihn zum Erfolgsmodell. Besonders das Coupé, bekannt als „Kiemen-Coupé“ wegen der markanten Lüftungsschlitze in der B-Säule, fand viele Anhänger.
Sportlicher Ableger: Rallye-Kadett
1967 brachte Opel den Rallye-Kadett auf den Markt. Das Coupé mit mattschwarzer Motorhaube und sportlichem Fahrwerk war zunächst mit einem 1,1-Liter-Motor mit 60 PS erhältlich, später mit einem 1,9-Liter-Motor mit 90 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 170 km/h.
Der Rallye-Kadett erwies sich als erfolgreich im Motorsport. 1967 feierte Opel mit ihm einen Klassensieg bei der Rallye Monte Carlo. 1968 sammelte das Modell bei 238 Veranstaltungen 222 Klassensiege, 345 Gold- und 287 Silbermedaillen.
Olympia A: Aufstieg in eine höhere Liga
Auf Basis des Kadett B erschien 1967 der Olympia A. Er war als höherwertige Variante positioniert und schloss die Lücke zum größeren Opel Rekord. Der Olympia wurde mit Motoren von 60, 75 und 90 PS angeboten und zeichnete sich durch optische Anpassungen sowie eine erweiterte Ausstattung aus.
Breite Palette und frühe Elektro-Experimente
Am Ende seiner Laufzeit bot der Kadett B acht Karosserievarianten. Unter den Motorhauben arbeiteten Reihen-Vierzylinder mit Hubräumen von 1,1 bis 1,9 Litern.
Der Kadett B diente zudem als Basis für frühe alternative Antriebe: 1969 entstand der Hybrid-Versuchswagen „Stir-Lec I“, 1970 der vollelektrische Kadett XEP.
Die Produktion des Kadett B endete im Juli 1973. Insgesamt wurde das Modell in mehr als 120 Ländern verkauft.
Heute: Astra mit breiter Antriebsauswahl
Die Tradition in der Kompaktklasse führt heute der Opel Astra fort. Er wird als Limousine und Sports Tourer angeboten und umfasst eine breite Palette an Antrieben:
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Verbrenner: 5,0–6,0 l/100 km; 127–135 g CO₂/km; CO₂-Klasse D
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Hybrid 48V: 4,9–5,0 l/100 km; 109–112 g CO₂/km; CO₂-Klasse C
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Plug-in-Hybrid: 12,7–17,7 kWh/100 km Strom + 1,3–2,3 l/100 km Benzin; 30–52 g CO₂/km; CO₂-Klasse B. Bei entladener Batterie 5,4–6,2 l/100 km; CO₂-Klasse D–E
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Astra Electric: 15,4–15,6 kWh/100 km; 0 g CO₂/km; CO₂-Klasse A
Ausblick: IAA Mobility 2025
Opel kündigt für die IAA Mobility in München (8.–14. September 2025) die Premiere einer neuen Studie an. Sie knüpft an die 60-jährige Tradition der Concept Cars an, die 1965 mit dem Experimental GT begann.
Was bedeutet das?
Opel nutzt die IAA 2025 nicht nur für eine neue Studie, sondern auch für eine Rückbesinnung auf die eigene Modellgeschichte. Der Kadett B steht dabei als Beispiel für Vielfalt, internationale Vermarktung und frühe Experimente mit alternativen Antrieben. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Astra, dass die Kompaktklasse bis heute das technologische Rückgrat der Marke bildet – diesmal mit breiter Elektrifizierung. Die neue Studie dürfte diesen Spannungsbogen zwischen Vergangenheit und Zukunft fortschreiben. (av)