LKW

Schienengüterverkehr: DB Cargo testet automatisierte Lok

Mit Bundesförderung und technischer Unterstützung von Hitachi Rail entsteht ein Testfeld für digitalisierte Zugsteuerung im Güterverkehr. Ziel ist ein marktfähiges Automationssystem für Europa.

Frühmorgens auf dem Rangierbahnhof: Güterzüge bleiben zentrale Akteure der europäischen Logistiknetze. (Foto: Hitachi)

Hitachi Rail, DB Cargo und weitere Partner bereiten den Testbetrieb einer automatisierten Güterzuglokomotive vor. Laut einer aktuellen Pressemeldung ist die Lok mit einem System für automatisiertes Fahren (ATO – Automatic Train Operation) und für ferngesteuerten Bahnbetrieb (RTO – Remote Train Operation) ausgestattet. Hitachi Rail liefert das ATO-Onboard-System und übernimmt die Systemintegration. Die Informationen stammen aus einer aktuellen Mitteilung von Hitachi Rail.

Testbetrieb auf der Betuweroute ab Oktober 2025

Die Erprobung der Technik soll im Oktober 2025 auf der Betuweroute beginnen. Die niederländische Strecke zählt laut Hitachi Rail zu den wichtigsten Güterkorridoren in Europa. Ziel ist es, die Systeme unter realen Bedingungen zu testen und auf Basis der Ergebnisse die Grundlage für ein serienreifes, marktfähiges Produkt im automatisierten Güterverkehr zu schaffen.

In der Mitteilung heißt es, das Projekt unterstütze eines der wichtigsten verkehrspolitischen Ziele Europas: mehr Güter auf die Schiene. Die Lok wird von DB Cargo eingesetzt. Weitere Projektpartner werden nicht namentlich genannt.

Bundesministerium fördert das Projekt

Das Projekt läuft seit November 2022 und wird vom Bundesverkehrsministerium finanziell unterstützt. Es ist Teil des Engagements von Hitachi Rail für eine nachhaltige und digital vernetzte Schienenmobilität.

Daniel Stoll, Projektmanager bei Hitachi Rail in Deutschland, erklärt:

„Dieses Projekt steht exemplarisch für unseren Anspruch, durch technologische Exzellenz konkrete Lösungen für die Mobilität von morgen zu schaffen.“ Weiter sagt er: „Automatisierung ist der Schlüssel, um Kapazitäten effizienter zu nutzen, Energieverbräuche zu senken und den Schienengüterverkehr insgesamt attraktiver, leistungsfähiger und zukunftsfähiger zu machen.“