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Die Zukunft von Alpine: Vom Flotten- bis zum Hypercar

Insgesamt sieben Modelle soll die Alpine-Palette künftig umfassen, dazu on top noch ein Hypercar. Das bestätigte Alpine-CEO Philippe Krief auf der A390-Präsentation in Dieppe.

Der A390 werden weitere Viersitzer folgen. Auch die A110 wird neu kommen. | Foto: Alpine

Alpine stellt sich künftig viel breiter auf und hat, ganz grob gesagt, sportlichen Leichtbau zum Markenkern erkoren.  Dabei zielt man nicht mehr nur auf Enthusiasten, sondern will auch im gehobenen Flottensegment eine deutlich wichtigere Rolle spielen – in Deutschland wenigstens bei den User-Choosern.

Die stückzahlenseitig „breite Basis“ sollen A290 (auf Basis des Renault 5) und A390 auf der auch von Renault genutzten AMPR-Medium-Plattform bilden. Die A290 startet ab 38.700 Euro, die A390 voraussichtlich ab 65.000 Euro. Die Gewichte? Gut 1,5 Tonnen für die A290, ab 2,1 Tonnen bei der A390 – was absolut gesehen nicht wirklich „leicht“ ist, relativ gesehen aber sehr wohl.

Zur A110 wird auch eine A310 kommen und vielleicht gar eine A610?

Dass die A110 elektrisch als leichtere Cayman-Alternative kommen wird, ist gesetzt, die A310 darüber haben unsere britischen Kollegen von Autocar den Franzosen herausgefragt. Luca de Meo soll gesagt haben, dass die elektrische A110 dank APP „leichter als ein vergleichbares Auto mit Verbrenner“ sein soll. Zum Vergleich: Die aktuelle A110R startet mit 1.082 Kilogramm als eines der leichtesten Serienautos der Welt. Dieses Gewicht dürfte sich mit einigermaßen mittelstreckentauglichen Akkus aber nicht halten lassen.

Alpine entwickelt eine eigene „APP“: Die Alpine Performance Platform

Wir gehen davon aus, dass die elektrische A110, deutlich unter zwei, idealerweise gar unter 1,5 Tonnen wiegen wird und die Basis für eine ganze Familie bilden soll. Dazu entwickelt man eine eigene Plattform nutzen soll: Nicht AMPR-irgendwas, sondern APP – die Alpine Performance-Plattform. Auf der soll dann auch eine A310 entstehen, die ähnlich wie der Porsche Taycan als viersitziges Coupé ausgelegt ist, außerdem könnte es eine Art offenen A110-Roadster geben und ein etwas „nutzwertigeres“ Power-CUV, das dann A610 heißen könnte?

So konkret werden wollte Kreiff dann doch nicht, aber er verriet ganz konkret, dass das Supercar nochmal extra komme und nicht zu den sieben Modellen zu zählen sei. Womit Alpine künftig fast als „Fullliner“ auftritt: Die „großen“ Stückzahlen sollen A290 und A390 bringen, die Rendite eher A110 und Co.

Alpine soll und muss internationaler werden, aber…

Mit „APP“ wollte man auch neue Exportmärkte erschließen und nach Möglichkeit gar in die USA gehen – aktuell dürften aber Japan und Südkorea (wo man einen kleinen aber fanatischen Kreis von Enthusiasten hat) die exotischsten Märkte bleiben. Darüber hinaus könnte man sich noch in Ozeanien und im arabischen Raum versuchen, während man sich bezüglich China und den USA eher zurückhaltend äußert.

Die Stückzahl dürfte 2026 gegenüber 2024 locker um über 100% steigen!

Und was heißt dann Stückzahl? Nun, Alpine hat 2024 in Dieppe 4.433 Autos gebaut. 2025 dürften es von der auslaufenden A110 eher weniger werden, aber mit A290 und vielleicht ersten A390 könnte man die 5.000er-Marke überschreiten – die man 2026 dann schon mal verdoppeln dürfte. Auch hier ließ sich Kreiff nicht festnageln…20.000, 30.000? Zum Potenzial sagte er nur: „Wir werden nach dem Bedarf produzieren.“ Aber ab 2026 schon fünfstellig? Was er immerhin mit einem kurzen Lächeln bestätigte.

Was bedeutet das?

Luca de Meo ist mutig und wiederholt das, was er bereits mit Abarth versuchte und mit Cupra schaffte: Eine ertrag- und imagestarke Marke, die für sich selbst steht. Im Falle von Renault soll Alpine das werden, was Porsche in der Volkswagen-Gruppe ist. Nur leichter!

Quellen: eigener Besuch bei Alpine in Dieppe, Autocar