LKW

Transport Logistic 2025: Barig fordert verlässliche Rahmenbedingungen

Der Airline-Verband bringt auf der Air Cargo Europe ein gemeinsames Positionspapier mit fünf Maßnahmen zur Stärkung des Luftfrachtstandorts ein.

Die Airline-Vertretung Barig stellt auf der Air Cargo Europe fünf Kernforderungen zur Stärkung des Luftfrachtstandorts Deutschland vor. (Foto: Pixabay)

Der Verband Board of Airline Representatives in Germany (Barig) sieht den Luftfrachtstandort Deutschland in einer schwierigen Lage. Nun hat er im Vorfeld der Fachmesse Transport Logistic 2025 gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) ein Positionspapier veröffentlicht, das Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit vorschlägt. Wie der Verband in einer aktuellen Pressemitteilung betont, sollen die Vorschläge während der Air Cargo Europe auf dem Münchner Messegelände zur Diskussion gestellt werden.

Konkret geht es um fünf Kernforderungen, die auf eine spürbare Entlastung des Standorts abzielen. Im Mittelpunkt stehen niedrigere staatliche Standortkosten, eine vereinfachte Umsetzung von EU-Regularien sowie verlässliche Betriebszeiten an Frachtflughäfen.

„Die von uns vorgestellten Maßnahmen führen zu einer umfassenden Kostensenkung am Luftfrachtstandort Deutschland. Eine weitreichende Entbürokratisierung der Prozesse ist essenziell, damit Deutschland wieder eine nachhaltige Spitzenposition im Fracht- und Logistikgeschäft belegen kann“, so Michael Hoppe, Vorsitzender und Geschäftsführer von Barig.

Die Organisation vertritt mehr als 30 internationale Frachtfluggesellschaften mit täglichen Verbindungen nach Deutschland.

Wie Hoppe erklärt, hat die Attraktivität Deutschlands für internationale Frachtcarrier zuletzt spürbar abgenommen. Andere Standorte böten häufig bessere wirtschaftliche Bedingungen und effizientere Prozesse. Der Verband sieht durchaus Handlungsspielräume auf nationaler wie europäischer Ebene, um dem entgegenzuwirken.

Zu den Forderungen zählt unter anderem die Abschaffung der nationalen PtL-Quote sowie eine Senkung der Gebühren für Flugsicherung, Sicherheit und Infrastruktur. Ebenso fordert Barig eine praxisnähere Umsetzung europäischer Standards im Bereich Zoll und Luftsicherheit, etwa durch mehr Digitalisierung und einheitliche Regelanwendung.

Auch bei der Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer sieht der Verband Nachholbedarf. Im internationalen Vergleich sei das deutsche Verfahren aufwendig und verursache unnötige Kosten. Ein bereits in anderen Ländern etabliertes Verrechnungsmodell könne hier Abhilfe schaffen.

Hoppe betont: „Für viele internationale Fluggesellschaften hat die Attraktivität des hiesigen Luftfrachtstandortes zuletzt deutlich abgenommen. Die Umsetzung dieser Kernforderungen durch die neue Bundesregierung und die Länder ist essenziell für die nachhaltige Stärkung der Luftfracht und Wirtschaft in Deutschland.“

Diskutiert werden diese Themen auch im Rahmen eines Branchentreffens auf der Messe: Am 3. Juni 2025 lädt Barig ab 11:00 Uhr zum „Cargo Meet & Mingle Brunch“ am Stand von Latam Cargo ein.

Halle A1, Stand 216 (Latam Cargo)