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Xiaomi SU7 ultra: 1.500 PS ab unter 70.000 Euro...

Eigentlich kennen wir Xiaomi immer noch vor allem als Hersteller von preisgünstigen Smartphones, die uns den letzten Nerv rauben, wenn sie mal wieder ein Update bekommen, das alles langsamer macht. Seinen SU7 macht Xiaomi jetzt dagegen schneller denn je!

Leider bisher nur in China bietet Xiaomi seit Februar 2025 den SU 7 "Ultra" an. 1.500 PS für umgerechnet keine 70.000 Euro...

2024 sorgte der chinesische Elektronikriese Xiaomi für einen Paukenschlag: Statt dem nächsten Phone mit dem neuesten Chip hat die Marke plötzlich ein E-Auto rausgehauen, das gkleich mal den Porsche Taycan dezent herausforderte – den Xiaomi SU7!

Der Basis-SU7: Start mit 74-kWh-Akku und 300 PS

Starten wir mit der Standardversion des SU7. Schon die kommt mit 300 PS, braucht 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h – und das ist noch die bescheidene Variante! Dazu kommt ein 74-kWh-Akku für reale 300 km Reichweite, so weit, so durchschnittlich.

Darüber rangiert die "Pro"-Version an, die einen 94-kWh-Akku bringt, gut für echte 400 km Reichweite.  Und dann gibt’s da das "Max"-Modell, das wie der große Bruder des SU7 aussieht, der plötzlich nach einer neuen Frisur und mehr Muskeln verlangt. 673 PS beamen den dann in 2,78 Sekunden von 0 auf 100 km/h! Da muss man schon fast aufpassen, dass die G-Kräfte nicht einen Ausflug zu den Nachbarn ins Wohnzimmer machen. Womit man die mittleren Taycan-Varianten zumindest in China schon den Atem des Herausforderers im Nacken fühlen konnten…

Doch jetzt hat Xiaomi den SU7 "Ultra" präsentiert: Er kommt mit 1.500 PS, die in in unter zwei Sekunden auf 100 km/h zoomen und ihn bis zu 350 km/h schnell werden lassen. Die Version ist bisher nur in China erhältlich – für umgerechnet lächerliche 70.000 Euro. Und wie es bei Xiaomi üblich ist, könnten wir auch in Europa ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis erwarten. Selbst wenn der Wagen hier doppelt so viel kostet, bleiben wir im Vergleich zu Porsche immer noch in der unteren Preisklasse. Der Porsche Taycan Turbo GT beginnt bei 240.000 Euro – aber da sind wir ja eher auf "Volkswagen im Vergleich zum Ferrari" unterwegs, oder?

Xiaomi leuchtet Porsche jetzt auch auf den Rennstrecken heim - allerdings mit einer Sonderversion

Und der Xiaomi SU7 hat Porsche auch bei der Rundenzeit auf der Nordschleife ordentlich Staub hinterlassen. Ein Prototyp des SU7 Ultra hat die Runde in 6:48,87 Minuten gedreht – der Taycan GT braucht für denselben Spaß 7:07,55 Minuten. Beim Shanghai International Circuit war es übrigens ähnlich. 2:09,94 Minuten für den Xiaomi, 2:11,28 Minuten für den Porsche. Da hilft kein Quietschen der Bremsen mehr – der SU7 ist der Porsche-Killer, den niemand kommen sah.

Vom Ring auf die Straße – Der SU7 Ultra im Alltagstest - dort war er superzahm

Das größte Fragezeichen an diesem Auto war jedoch immer: Kann es im Alltag überhaupt funktionieren? Ein chinesischer Auto-Journalist, Haoran Zhou, nahm sich dem Wagen an und probierte ihn aus. Der Test zeigte, dass der SU7, trotz seiner grandiosen Rennstrecken-Performance, im Alltagsbetrieb eher... sagen wir mal: sanft unterwegs ist. Mit den autonomen Fahrassistenzsystemen düst der Wagen nämlich nicht gerade wie ein wildgewordenes Rennpferd durch die Straßen.

Anders als den Prototypen mit Kohlefaser-Karosserie, den Xiaomi für seine Rekordfahrt über den Nürburgring gejagt hat, trägt der SU7 Ultra, den Haoran Zhou getestet hat, das „Standard-Blechkleid“ , geändert wurde nur die Haube, die aus Alu besteht.

 

Was den Racer aber massiv einbremste waren seine praktisch identischen Fahrassistenzsysteme im Vergleich zu den übrigen SU-7-Modellen. So kann auch der Ultra weitgehend autonom durch die Stadt cruisen. Für Zhou war diese Erfahrung jedoch fast "surreal", da das 1.500 PS-Monster sehr vorsichtig durch die Straßen kroch und die gewaltige Power nie nutze. Haoran erklärte:

„Ich versuche mein Bestes, um einen sinnvollen Anwendungsfall zu finden"

Er überlegte, ob der „Ultra“ immer im autonomen Modus immer so vorsichtig fährt, um für die Rennstrecke fit zu sein. Trotzdem befand Haoran:

„Kein normaler Mensch würde mit einem SU7 Ultra so fahren."

Für die Straße ist der SU7 Ultra mit aktivierten Assistenzsystemen also nur bedingt geeignet – zumindest, wenn die Fahrassistenzsysteme aktiviert sind. Doch solvente Käufer dürften sich trotzdem für das E-Auto begeistern und sich den Wagen zulegen. Schließlich sind die mehr als 1.500 PS an Bord und warten nur darauf, von einem beherzten Fahrer entfesselt zu werden.

Was bedeutet das?

Xiaomi ist in der Welt der Smartphones schon längst der Preis-Leistungs-Champion. Aber in der Welt der Supersportwagen könnte sich das Unternehmen einen Namen machen.