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ZDS: Deutsche Seehäfen drängen auf Klarheit

Nationale Hafenstrategie, Sanierung und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur dulden keinen Aufschub, so der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). Der Verband ruft daher die Parteien nach der Bundestagswahl zur zügigen Aufnahme konstruktiver Gespräche auf.

Nach Angaben der ZDS-Präsidentin sollten nötige Investitionen in Schiene, Straße und Wasserstraße losgelöst von den jährlichen Haushaltsberatungen sichergestellt werden. (Foto: HHM/Peter Glaubitt)

Nach der Bundestagswahl drängen die Deutschen Seehäfen auf Weichenstellungen. Nach Aussage von Angela Titzrath, Präsidentin des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), seien wichtige wirtschaftspolitische Impulse notwendig, so auch Investitionen in die Infrastruktur, neue Freihandelsabkommen und eine fortschrittsorientierte Steuerpolitik.

Dabei sei, so führt sie weiter aus, eine offene und weltoffene Gesellschaft entscheidend für die wirtschaftliche Stärke Deutschlands.

"Als Handelsnation sind wir auf eine starke und geeinte Europäische Union und einen toleranten und respektvollen Umgang mit Menschen aus aller Welt angewiesen. Das gilt gerade auch für die Herausforderung des Fachkräftemangels“, unterstreicht Titzrath.

Klarheit gefordert

Nun gilt es laut ZDS, schnell eine handlungsfähige Regierung zu bilden und die politischen Herausforderungen aktiv anzugehen. Für die deutschen Seehäfen sei die bereits vielfach versprochene Klarheit bei der Umsetzung der Nationalen Hafenstrategie unabdingbar.

Dies gelte vor allem für eine Erhöhung des Bundeszuschusses für die Hafenlasten der Küstenländer auf 500 Millionen Euro pro Jahr sowie die nötigen Investitionen in den Ausbau der Umschlagkapazitäten für erneuerbare Energien. Die Häfen seien - wie die gesamte deutsche Industrie - auf eine verlässliche Verkehrsinfrastruktur angewiesen.

„Nötige Investitionen in Schiene, Straße und Wasserstraße müssen auskömmlich und losgelöst von den jährlichen Haushaltsberatungen sichergestellt sein“, so die ZDS-Präsidentin und ergänzt: „Das Generalsanierungsprogramm bei der Bahn muss ebenso fortgesetzt werden, wie der nötige Ausbau im Sinne der Verlagerungsziele im Güterverkehr“. 

Ihrer Meinung nach sollte keinesfalls auf Kosten der Verkehrsinfrastrukturen gespart werden. Dies käme "dem Land nicht nur volkwirtschaftlich teuer zu stehen, es würde auch dem Ziel einer stärkeren Verteidigungsfähigkeit zuwiderlaufen“, mahnt Titzrath.