Wenn der Bot die Buchung macht: Forto digitalisiert den Transportprozess
Der Digital-Logistiker Forto hat einen KI-gestützten Agenten vorgestellt, der den Verlautbarungen zufolge die Transportabwicklung entlang globaler Lieferketten deutlich beschleunigen und vereinfachen soll. Unter dem Namen Flash by Forto hat das Unternehmen eine Lösung entwickelt, die auf Large Language Models (LLMs) und einem speziell strukturierten Datensatz basiert. Ziel ist es, alle Phasen einer Sendung – von der Buchung bis zur Rechnungsstellung – automatisiert zu steuern und gleichzeitig die Qualität im Kundenservice konstant hoch zu halten.
„Mit Flash by Forto definieren wir die Art und Weise, wie Frachttransporte durchgeführt werden, neu“, erklärt Guillaume Petit-Perrin, CEO von Forto.
Die neue Lösung soll operative Prozesse nicht nur effizienter gestalten, sondern auch die Rolle der Operations Manager verändern. Anstelle einfacher Routineaufgaben sollen diese sich stärker auf strategische Entscheidungen und Problemlösungen konzentrieren.
Flash analysiert, extrahiert relevante Informationen, schlägt Handlungsschritte vor und dokumentiert diese automatisch – so jedenfalls beschreibt es Forto. Im Unterschied zu regelbasierten Automatisierungstools könne das System gleichzeitig mit Tausenden aktiven Sendungen arbeiten, Rückschlüsse ziehen und eigenständig Entscheidungen treffen.
Bereits in der Exportabwicklung von Forto ist Flash im Einsatz. Dort übernimmt das System unter anderem die Verarbeitung von Buchungsanfragen, die Planung von Transportmitteln und -routen, die Koordination von Abhol- und Lieferzeiten sowie die Validierung von Versandpapieren. Auch die Erstellung von Rechnungen sowie die Kommunikation mit Kunden nach dem Versand zählen zum Leistungsspektrum. Die daraus resultierenden Effizienzgewinne sind dem Unternehmen zufolge deutlich spürbar.
Kamil B. Rodoper, Chief Product & Technology Officer bei Forto, beschreibt die Einführung als einen grundlegenden Wandel:
„Flash by Forto ist der branchenweit erste Schritt, um traditionelle Transportmanagement-Systeme zu intelligenten Transportmanagement-Agenten weiterzuentwickeln.“
Operations Manager würden so nicht ersetzt, sondern in ihrer Arbeit gezielt unterstützt.
Perspektivisch plant Forto, den Anwendungsbereich von Flash weiter auszubauen. Die KI-Lösung soll künftig auch in der Importabwicklung, im Luftfrachtbereich sowie beim Lieferantenmanagement und Onboarding zum Einsatz kommen. Das langfristige Ziel beschreibt Forto-CEO Petit-Perrin so:
„Es geht darum, die Art und Weise zu verändern, wie globale Logistik betrieben wird.“
Mit dieser Initiative unterstreicht Forto seinen Anspruch, als digitales Logistikunternehmen neue Maßstäbe in der Automatisierung zu setzen. Das Berliner Unternehmen wurde 2016 gegründet und betreibt weltweit Standorte zur Abwicklung internationaler Transporte. Flash by Forto markiert nun einen weiteren Schritt auf dem Weg zur vollständigen Digitalisierung komplexer Lieferketten.