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VM-Fahrbericht Opel Frontera Gravel: Gern bauen!

Opel lockt seine Fans mit dem Frontera Gravel zu einem Ausflug ins Grüne – und lädt gleichzeitig den Namen „Frontera“ wieder auf.

Die martialische Studie muss leider mit Frontantrieb auskommen. | Foto: Opel
Die martialische Studie muss leider mit Frontantrieb auskommen. | Foto: Opel

Eigentlich schade: Der Opel Frontera Gravel ist bislang ein Einzelstück, mit dem die Rüsselsheimer das Kundeninteresse am einem rustikalen Offroad-SUV abklopfen wollen. Die Chance auf einen späteren Serieneinsatz scheint nicht ausgeschlossen – dann bitte gern mit Allrad!

Endlich kocht Opel wieder groß auf!

Was uns freut: Opel beschränkte sich in den vergangenen Jahren zumeist auf das Wesentliche; Sportmodelle und emotionale Modelle wurden aus der Konzernzentrale gestrichen, um die Ertragszahlen in die rechte Spur zu bringen. So langsam wird wieder bunter und Opel zeigt, dass es aus Hessen mehr als Hausmannskost mit grüner Soß für den Blitz geben soll. Bestes Beispiel ist der rustikale Opel Frontera Gravel, der zeigt, wohin ein Familien-SUV reisen kann – zunächst als Gedankenspiel.

Viele feine Zutaten würzen den Frontera zumindest optisch nach

Der Auftritt in schwarz-gülden ist zugegeben mehr als selbstbewusst. AT-Stollenreifen auf 16 Zoll großen Borbet-Felgen, Dachrack mit Offroad-Pneu, Seilwinde, seitlich befestigte Sandplatten sowie LED-Barren an Dach und auf der Motorhaube – keine Frage, dieser Frontera ist nicht allein etwas für den Ausflug auf Landstraße und Autobahn. Das Kennzeichen belegt, dass es sich bei dem Einzelstück um eine Elektroversion handelt, die den Weg ins Gelände finden dürfte.

Für Vortrieb sorgt die 83-kW-E-Maschine – leider nur an den Vorderrädern

Eingestiegen und es geht los auf eine kurze Testrunde durch Rüsselsheim. Angetrieben vom bekannten PSM-Elektromotor mit 83 kW / 113 PS / 124 Nm ist der knapp 29.000 Euro teure Frontera aktuell kein Allradler, sondern wird maximal gerade einmal 143 km/h schnell allein über die Vorderachse angetrieben. Da er so leise vor sich hinsummt, fällt das „Singen“ der Stollenreifen umso mehr auf – die gleichzeitig etwas Präzision und Knackigkeit kosten – das liegt aber am Prinzip der Stollenreifen. Anyway: Bisher ist der Frontera – als Benziner oder Elektroversion – nur als Fronttriebler zu bekommen. Das war beim ersten Opel Frontera, produziert von 1991 bis 2004, und seinerzeit erfolgreicher denn je, anders.

Eine Serienversion MUSS Allrad auffahren!

Deshalb fordern wir: Sollte eine Offroadversion im Farbton Desert Stone mit schwarzen Kontrastelementen zum elektrischen Serienmodell werden, käme Opel um einen Antrieb an beiden Achsen nicht herum, der technisch möglich wäre; aktuell im Hause Stellantis jedoch den größeren Modellen auf der STLA-Plattform vorbehalten bleibt. Dann sollte jedoch auch ein größerer als der aktuell 44-kWh-Akku verbaut werden, der mit den AT-Reifen und dem Dachaufbau sicher keine Reichweiten von 300 Kilometern realisieren würde.

Auch innen hat Opel nachgelegt

Innen geht es nach dem Umbau durch die Tuningfirmen Blackfish / XS edler und sehenswerter zu, denn die Sitze wurden mit einem Mikrofaserbezug bespannt, was das Ambiente des elektrischen Crossovers spürbar verändert. Ansonsten präsentiert sich der Frontera wie man ihn kennt mit einem guten Platzangebot, moderner Bedienung und allemal Wohlfühlambiente. Jetzt geht es für den Frontera Gravel erst einmal auf Tour durch Deutschland zu zahlreichen Events – das Kundeninteresse anklopfen.

Was bedeutet das?

Als „Gravel“ würde der Frontera seinem Namen wieder gerechter werden. Und sich sicher eine Idee knorriger fahren als die zivilen Varianten. Trotzdem hätte er definitv das Zeug zum nutzwertigen Allradler. Gravel? Bitte gern mit viel Grip weiterverfolgen!

Den Opel Frontera Gravel fuhr für uns Stefan Grundhoff von press-inform