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VDA Mobility Innovation Summit: Transformation als Herausforderung und Chance

Neuer Name, bewährtes Konzept: Der Mobility Innovation Summit statt des Technischen Kongress. Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen stehen klimaneutrale Antriebe, das softwaredefinierte Fahrzeug und autonomes Fahren.

Drei in einem: Software definierte Fahrzeuge, emissionfreie Antriebe und autonomes Fahren sind die Kernthemen beim "Technischen Kongress", der jetzt Mobility Innovation Summit heißt. | Foto: Bosch
Drei in einem: Software definierte Fahrzeuge, emissionfreie Antriebe und autonomes Fahren sind die Kernthemen beim "Technischen Kongress", der jetzt Mobility Innovation Summit heißt. | Foto: Bosch

Nach 25 Jahren unter dem Namen „Technischer Kongress“ firmiert das Branchentreffen der Automobilindustrie nun als „Mobility Innovation Summit“. Der VDA hob anlässlich der Eröffnung hervor, dass die deutsche Automobilindustrie trotz wirtschaftlicher und geopolitischer Herausforderungen weiter hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung tätigt.

Innovationskraft der Automobilbranche im Mittelpunkt

„Unsere Unternehmen investieren enorme Summen in die klimaneutrale und digitale Mobilität der Zukunft. Sie sehen die Transformation nicht nur als Herausforderung, sondern als große Chance“, betonte VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

Gleichzeitig warnte sie davor, dass hohe Energiepreise, Bürokratie und langsame Genehmigungsverfahren den Standort Deutschland zunehmend unattraktiv machen. Dies habe Auswirkungen auf Investitionen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze.

VDA-Geschäftsführer Marcus Bollig unterstrich die Bedeutung technologischer Fortschritte, insbesondere im Bereich der digitalen Vernetzung und des autonomen Fahrens. Die deutsche Automobilindustrie sei hier bereits weltweit führend, müsse jedoch konsequent an der Weiterentwicklung dieser Technologien arbeiten. Er forderte:

„Nur durch den gezielten Einsatz von Digitalisierung können wir nachhaltige, sichere und effiziente Mobilitätslösungen für morgen gestalten.“

Daten als strategische Ressource

Ein modernes Fahrzeug produziert täglich mehrere Terabyte an Daten. Diese fahrzeuggenerierten Informationen sind laut VDA eine Schlüsselressource für technische Innovationen und neue Geschäftsmodelle. Die regulatorischen Vorgaben zur Datennutzung seien jedoch oft hinderlich.

„Wenn wir bei dieser Mentalität bleiben, überlassen wir anderen das Feld. Entscheidend ist, die richtige Balance zwischen notwendiger Regulierung und Chancennutzung zu finden“, so Bollig.

Bidirektionales Laden als Zukunftsfeld

Ein weiteres Kernthema des Mobility Innovation Summit ist das bidirektionale Laden. Diese Technologie ermöglicht es, Elektrofahrzeuge nicht nur aufzuladen, sondern auch Strom ins Netz zurückzuspeisen. Dies könnte den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen und die Netzstabilität verbessern.

Der VDA sieht Deutschland hier in der Rolle des Technologieführers. Allerdings müssten regulatorische Hürden, wie die Doppelbelastung durch Stromnebenkosten, beseitigt werden. Bollig fordert:

„Für den Erfolg der Technologie gilt es nun, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Netzwerken und Fachgespräche

Wie in den vergangenen Jahren bleibt der persönliche Austausch ein zentraler Bestandteil des Kongresses. Der Mobility Innovation Summit bietet eine Plattform für Führungskräfte und Entscheider, um sich über die neuesten Entwicklungen auszutauschen. Mit neuen interaktiven Formaten und einem eigenen Bereich für Start-ups soll die Veranstaltung noch mehr Raum für Diskussionen und Innovationen bieten.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat das Event weiterentwickelt, um verstärkt Zukunftsthemen und interaktive Formate in den Fokus zu rücken. Führende Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kommen in Berlin zusammen, um über klimaneutrale Technologien, das softwaredefinierte Fahrzeug sowie automatisiertes und autonomes Fahren zu diskutieren.