LKW

Vacad: Mehr Luftfracht, weniger Personal im zweiten Quartal

Im zweiten Quartal 2025 wächst die Frachtmenge im Luftfrachtumschlag. Gleichzeitig verzeichnet der Verband Vacad einen Personalrückgang und fordert politische Maßnahmen.

Symbolbild: Abfertigung von Luftfracht unter freiem Himmel vor einem startbereiten Frachtflugzeug. | Foto: KI-generiert, DALL-e
Symbolbild: Abfertigung von Luftfracht unter freiem Himmel vor einem startbereiten Frachtflugzeug. | Foto: KI-generiert, DALL-e

Die Mitgliedsunternehmen des Verbands der Air Cargo Abfertiger Deutschlands haben im zweiten Quartal 2025 insgesamt 452.395 Tonnen Luftfracht umgeschlagen. Nach Verbandsangaben entspricht dies einem Zuwachs von 3,7 Prozent beziehungsweise 15.711 Tonnen im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der positive Trend bei den umgeschlagenen Mengen setzt sich damit fort.

Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen

Während die Frachtmengen steigen, verzeichnet der Verband einen deutlichen Rückgang beim Personal. Laut Vacad lag die Zahl der Beschäftigten im zweiten Quartal 2025 bei 3.180 und damit sieben Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Bereits im ersten Quartal dieses Jahres war ein Rückgang um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.

„Wir brauchen dringend zusätzliches Personal, um die wachsenden Frachtmengen auch weiterhin verlässlich und in hoher Qualität abfertigen zu können. Die Unternehmen leisten viel, um attraktive Arbeitgeber zu sein. Sie werden jedoch regelmäßig durch die extreme Dauer der notwendigen Sicherheitsüberprüfungen ausgebremst. Im Vergleich zu anderen Branchen ist das ist ein großer Nachteil, der durch eine stärkere Vernetzung und Digitalisierung der Behörden behoben werden könnte“, sagt Vacad-Vorsitzender Claus Wagner.

Kritik an langwierigen Sicherheitsüberprüfungen

Nach Einschätzung des Verbands führen lange Bearbeitungszeiten bei den vorgeschriebenen Sicherheitsüberprüfungen zu Verzögerungen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter. Vacad-Vorsitzender Claus Wagner betonte, die Unternehmen benötigten dringend zusätzliches Personal, um die steigenden Frachtmengen zuverlässig abfertigen zu können. Er sieht in den bestehenden gesetzlichen Vorgaben praxisferne Hürden, die viele Beschäftigte ohne erkennbaren Mehrwert für Leistung oder Sicherheit binden. Der Verband fordert deshalb eine stärkere Vernetzung und Digitalisierung der zuständigen Behörden, um die Verfahren zu beschleunigen.(av)