LKW

TST: Erster Schnell-Ladepark für E-Lkw eröffnet

Die Logistik-Gruppe hat in Worms ihren ersten E-Ladepark für batteriegetriebene Lkw in Betrieb genommen. Jeder der acht Ladepunkte soll Platz für eine Truck-Trailer-Kombination bieten, so dass nicht abgesattelt werden muss und der Fahrer mit dem gesamten Zug an der Säule vorfahren kann.

Der PamSun-Ladepark der TST-Gruppe verfügt über acht DC-Charger. Foto: TST
Der PamSun-Ladepark der TST-Gruppe verfügt über acht DC-Charger. Foto: TST

Unter dem Markennamen „PamSun“ ist die Logistik-Gruppe TST am heutigen Freitag in Worms mit ihrem ersten Schnell-Ladepark für E-Lkw gestartet. Die Anlage verfügt über acht Ladepunkte, sogenannte DC-Charger, mit einer Ladeleistung von 3 x 400kw, 3 x 240kw und 2 x 160kw.

Ende der Diesel-Dinosaurier
Dabei werde die Ladestation vornehmlich mit grüner Energie gespeist, die über TST-eigene Photovoltaikanlagen aus 100 Prozent grüner Energie sowie über einen Netzbezug aus 60 Prozent grüne Energie gewonnen würde, heißt es aus dem Unternehmen. TST-Geschäftsführer Frank Schmidt im Rahmen der Eröffnungsfeier:

„Emissionsfreie Lkw-Verkehre sind ein wichtiger Hebel, um Klimaziele zu erreichen. Die Tage der Diesel-Dinosaurier sind gezählt.“

 

 

Mit der Eröffnung verfolge man das Ziel, Transport und Logistik in Deutschland klimafreundlich zu machen. Ursprünglich als Joint Venture mit einem rheinland-pfälzischen Versorgungsunternehmen geplant, will Schmidt nach eigenen Angaben nun auf regionale Kooperationen und Beschaffungsstrukturen setzen, um den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr in Deutschland unbürokratisch beschleunigen zu können. Schmidt:

„Die nachhaltige Energiepolitik der TST-Gruppe steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Unser Ziel: Wir wollen bis 2035 klimaneutral sein.“

Unter dem Motto „grüner Strom für grüne Logistik“ wolle man Kunden und Vertragspartner auf dem Weg zu klimaneutraler Logistik unterstützen. Neben der E-Ladestelle seien in Worms Logistikhallen, Maschinen, Konfektionierungsroboter und Elektro-Stapler an den Bilanzkreis angeschlossen, in den Sonnenenergie aus einem regionalen Verbund dachgebundener PV-Anlagen fließen würden, heißt es.

Blaupause für 20 Logistikzentren
Das Konzept soll zudem Blaupause für mehr als 20 Logistikzentren in Deutschland sein, die in den kommenden Jahren zu Energiekraftwerken für grünen Strom ausgebaut werden sollen. Bis Mitte 2026 sollen die TST-Standorte Wevelinghoven (NRW) und Alzey (Rheinland-Pfalz) an das Netz angeschlossen und weitere E-Ladetankstellen für Lkw gebaut werden.

Lidl, Danone, Nestlé sowie BASF würden den Ladepark bereits nutzen. Denn für CO2-freie Transporte zwischen Produktionswerken, Lagerhallen und Distributionszentren seien für diese Unternehmen bereits batteriegetriebene TST-Lkw im täglichen Einsatz, die an der Tankstelle in Worms geladen würden.

Auch Speditionen und kleinere Transportunternehmen können ihren E-Truck laut TST beim so genannten Depotladen an den Stromtankstellen auf dem Firmengelände von TST „halböffentlich“ und rund um die Uhr zu vereinbarten Konditionen laden.