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TSA liefert 1.500 E-Motoren für Solaris

Der polnische Bushersteller und der österreichische Antriebsspezialist arbeiten seit 15 Jahren zusammen.

Der TSA-Permanentmagnet-Synchronmotor mit einer Spitzenleistung von 420 kW besitzt ein maximales Drehmoment von 4.000 Nm. (Foto: TSA)
Der TSA-Permanentmagnet-Synchronmotor mit einer Spitzenleistung von 420 kW besitzt ein maximales Drehmoment von 4.000 Nm. (Foto: TSA)

Traktionssysteme Austria (TSA) hat einen Rahmenvertrag mit Solaris Bus & Coach abgeschlossen: Insgesamt 1.500 HD.T3-Permanentmagnet-Synchronmotoren wird TSA demnach über die nächsten drei Jahre an den polnischen Bushersteller liefern. Die ersten fünf TSA-Motoren für 18 Urbino 18 electric, bestimmt fürSchweden, wurden bereits im Dezember 2024 übergeben.

„Wir sind stolz darauf, dass unsere Elektromotoren nach dem Schienensektor nun auch vermehrt in elektrischen Bussen auf der Straße eingesetzt werden. Unsere Produktion wurde im Hinblick auf den Ausbau unseres Produktportfolios dahingehend um eine zusätzliche Produktionsstätte in Wiener Neudorf erweitert. Wir verfolgen die klare Strategie, unsere Elektromotoren – nach der Marktführerschaft im Schienenbereich – auch bei Straßennutzfahrzeugen zur Nummer 1 zu machen. Dafür werden wir in den kommenden Jahren Gesamtinvestitionen in Höhe von 35 Mio. Euro in den Standort in Niederösterreich tätigen“, berichtet TSA-Geschäftsführer Robert Tencl.

Die Besonderheiten des HD.T3-Motors

Der TSA-Permanentmagnet-Synchronmotor mit einer Spitzenleistung von 420 kW besitzt ein maximales Drehmoment von 4.000 Nm. Mit einem Wirkungsgrad von über 97 % zählt er zu den Top-Performern in Sachen Effizienz und Leistungsdichte. Sein kompaktes Design ermöglicht den Einsatz in verschiedenen Busgrößen, unabhängig davon, ob diese mit Brennstoffzellen oder Batterien betrieben werden. Das modulare Konzept macht ihn zudem flexibel in der Anpassung, was den Einsatz in verschiedensten zukünftigen Fahrzeugkategorien ermöglicht.

Motorturm wird überflüssig

Die HD.T3-Motoren werden u.a. in den neuesten 12-, 15- und 18-m-Elektrobussen von Solaris verbaut, die demnächst ausgeliefert werden. Die neue Generation der Fahrzeuge basiert auf einer neuen modularen, mit TSA gemeinsam entwickelten Antriebsarchitektur, die den sogenannten Motorturm überflüssig macht. Diese Konstruktion bringt eine Vergrößerung des Fahrgastraums und damit der Nutzfläche des Fahrzeuges und ermöglicht die Unterbringung der Batterien nur auf dem Dach.

Erhöhung des Automatisierungsgrads

Für die neue Generation der hat TSA stark in die Produktion investiert. So wurde eine maßgeschneiderte Rotor-Stator-Fügestation entwickelt und in Betrieb genommen. Auf Grund der Erhöhung des Automatisierungsgrads innerhalb der Fertigungsprozesse sorgt diese für eine kürzere Produktionszeit und höhere Prozesssicherheit. Diese Produktionsanlage, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Kistler, ist ein weltweites Unikat. Innerhalb von nur sechs Monaten konnte so eine Produktionslinie hochgefahren werden, die auf die Anforderungen der Permanentmagnet-Synchronmotoren abgestimmt ist.

„Bis ins Jahr 2030 werden wir rund 1,3 Mio. Euro in modernste Produktionstechnologien und unser neues Werk 2 investieren, das sich ebenfalls am Standort in Wiener Neudorf befindet und für die Fertigung unserer ROAD-Motoren umgerüstet wurde“, erklärt Tencl. „Gerade im Straßennutzfahrzeugsektor sehen wir großes Interesse an unseren Produkten. Wir bekommen zahlreiche Anfragen aus Europa und auch den USA“, so der TSA-Geschäftsführer weiter.

Lange Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit von Traktionssysteme Austria mit Solaris reicht bereits Jahre zurück. In der Vergangenheit wurden dabei vorwiegend Asynchronmotoren von TSA in Trolleybusse verbaut. Mit der Integration der neuen TSA-Produktlinie, den HD.T3 Permanentmagnet-Synchronmotoren, erweitert Solaris sein Portfolio.