Traton Group: Zuversicht trotz Rückgängen im ersten Quartal
Verhalten ist die Traton Group in das Jahr 2025 gestartet. Dennoch blickt der Konzern optimistisch auf die zweite Jahreshälfte. In einer aktuellen Pressemeldung bestätigte das Unternehmen die Prognose für das Gesamtjahr.
Im ersten Quartal 2025 sank der Umsatz des Nutzfahrzeugherstellers um zehn Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Auch der Absatz verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um zehn Prozent auf 73.100 Fahrzeuge. Parallel dazu fiel das bereinigte operative Ergebnis deutlich auf 646 Millionen Euro.
Trotz dieser Rückgänge verzeichnete die Traton Group einen positiven Trend beim Auftragseingang. Dieser legte um 12 Prozent auf 74.300 Fahrzeuge zu. Besonders in Europa sei die Nachfrage deutlich gestiegen, betonte das Unternehmen. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Absatz – die sogenannte Book-to-bill-Ratio – kletterte von 0,8 auf 1,0.
Christian Levin, CEO der Traton Group, erklärte:
„Wir haben als Traton Group im ersten Quartal in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen und politischen Umfeld mit einer soliden Leistung überzeugt. Wie erwartet haben wir Rückgänge bei Absatz, Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Trotz erheblicher Unsicherheit stimmt mich der Blick nach vorn verhalten zuversichtlich. Denn der Auftragseingang zieht wieder an und lag im ersten Quartal um 12 Prozent über dem Vorjahr. In Europa sogar um 56 Prozent. Auch die Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen nimmt weiter Fahrt auf. Im ersten Quartal konnten wir unseren Absatz hier verdoppeln. Unsere Marken haben die richtigen Produkte, um unseren Purpose Wirklichkeit werden zu lassen: Transforming Transportation Together. For a sustainable world.“
Marken im Einzelblick
Bei den Marken der Traton Group entwickelten sich die Ergebnisse unterschiedlich. Scania Vehicles & Services erreichte eine bereinigte operative Rendite von 10,5 Prozent. Der Absatz im Lkw-Geschäft ging allerdings zurück, unter anderem wegen allgemeiner Kaufzurückhaltung und ungünstiger Währungseffekte.
MAN Truck & Bus spürte ebenfalls die schwächere Marktlage in Europa. Die bereinigte operative Rendite sank von 7,9 auf 4,6 Prozent. Zwar gelang es, Fixkosten zu senken, doch der Umsatzrückgang konnte nur teilweise ausgeglichen werden.
In Nordamerika verzeichnete die Marke International einen deutlichen Absatzrückgang im Lkw-Segment. Gleichzeitig stieg der Busabsatz. Die bereinigte operative Rendite lag bei 2,3 Prozent und damit unter dem Vorjahreswert.
Volkswagen Truck & Bus steigerte hingegen seine bereinigte operative Rendite auf 13,1 Prozent. Ein kräftiger Absatzanstieg bei Lkw, insbesondere in Brasilien, trug zu dieser Entwicklung bei. Währungseffekte belasteten jedoch das Umsatzwachstum.
Ausblick bleibt positiv
Dr. Michael Jackstein, CFO und CHRO der Traton Group, zeigte sich vorsichtig optimistisch:
„Wir haben im ersten Quartal abermals von der Zusammenarbeit unserer Marken und unserer internationalen Aufstellung profitiert. Die Unsicherheiten im Markt machen allerdings deutlich, dass wir auch mit einem positiven Momentum in Europa beim Auftragseingang im ersten Quartal noch nicht von einem grundsätzlichen Aufschwung sprechen können. Zudem haben wir die aktuellen geopolitischen Entwicklungen im Blick. Wir bleiben jedoch für die zweite Jahreshälfte zuversichtlich und halten an unserer Jahresprognose für 2025 fest.“
Die Traton Group erwartet weiterhin, dass Absatz und Umsatz innerhalb einer Bandbreite von minus fünf bis plus fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr schwanken könnten. Für die bereinigte operative Rendite rechnet das Unternehmen mit einem Wert zwischen 7,5 und 8,5 Prozent. Diese Prognosen stehen allerdings unter dem Vorbehalt weiterer geopolitischer Entwicklungen, insbesondere in den USA.