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Thüringen: Einigung auf neuen Entgelttarifvertrag für Speditions- und Güterkraftverkehr

Nach zähen Verhandlungen haben sich der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf einen neuen Entgelttarifvertrag für Speditions- und Güterkraftverkehrsunternehmen geeinigt. Der Vertrag ist am 1. April 2025 in Kraft getreten und gilt für 22 Monate.

Tariflicher Fortschritt auf der Straße: Vom neuen Abschluss profitieren auch die Fahrer im Speditions- und Güterkraftverkehr. (Foto. Adobestock)
Tariflicher Fortschritt auf der Straße: Vom neuen Abschluss profitieren auch die Fahrer im Speditions- und Güterkraftverkehr. (Foto. Adobestock)

Der jetzt abgeschlossene Entgelttarifvertrag (ETV) schafft aus Sicht des LTV eine wichtige Grundlage für verlässliche Rahmenbedingungen im Thüringer Straßengüterverkehr. Mit ihm ergänzt der Verband sein tarifliches Angebot, das bislang aus dem Manteltarifvertrag (MTV) und dem ETV für Logistikbetriebe bestand. Durch den neuen Abschluss sieht sich der Verband in der Lage, nun tarifliche Regelungen für die gesamte Transport- und Logistikbranche in Thüringen vorzuhalten.

LTV-Geschäftsführer Martin Kammer bewertet die Einigung als wichtigen Schritt:

„Wir sind sehr erfreut, dass wir wieder einen Entgelttarifvertrag für diesen wichtigen Bereich unserer Branche abschließen konnten.“

Nach Angaben des LTV diente der neue ETV dazu, die Position der Unternehmen im Wettbewerb zu stärken und zugleich einen verlässlichen Ordnungsrahmen für Beschäftigte zu schaffen. Die Tarifparteien setzten damit ein Signal für stabile und einheitliche Regelungen in einem Markt, der unter hohem wirtschaftlichen Druck steht.

Die Vereinbarung soll laut LTV sowohl den Unternehmen als auch den Beschäftigten Planungssicherheit geben. In einer Branche, die stark von volatilen Rahmenbedingungen geprägt ist, werde dies zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Der Verband sieht im neuen ETV einen Beitrag zur Stabilisierung des Thüringer Speditions- und Güterkraftverkehrs.

Die Tarifverhandlungen zwischen dem LTV und ver.di hatten sich über mehrere Monate hingezogen. Über Einzelheiten zu Lohnsteigerungen oder strukturellen Änderungen im Vertrag äußerten sich beide Seiten bislang nicht. Der LTV verweist jedoch auf die Bedeutung eines vollständigen Tarifwerks als Standortvorteil.

Mit dem Abschluss verfügt der Verband nun über ein vollständiges tarifliches Instrumentarium für Speditionen, Logistikbetriebe und den klassischen Güterkraftverkehr. Damit verfolgt der LTV nach eigenen Angaben das Ziel, sowohl verlässliche Bedingungen für die Beschäftigten zu schaffen als auch die unternehmerische Handlungsfähigkeit seiner Mitglieder zu stärken.