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Switch will Produktion in Großbritannien einstellen

Die Ashok-Leyland-Elektromobilitätstochter möchte ihr Engagement auf dem indischen Elektrobusmarkt weiter ausbauen.

Goodbye Europe: Die Ashok-Leyland-Elektromobilitätstochter Switch will sich künftig auf den indischen Markt fokussieren. (Grafik: Ashok Leyland)
Goodbye Europe: Die Ashok-Leyland-Elektromobilitätstochter Switch will sich künftig auf den indischen Markt fokussieren. (Grafik: Ashok Leyland)

Der Vorstand von Switch Mobility Limited UK (Switch UK) hat die Aufnahme von Gesprächen mit den Mitarbeitern beschlossen, die möglicherweise zur Einstellung der Fertigungs- und Montageaktivitäten am Standort Sherburn führen könnten. Hintergrund sind die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten in Großbritannien und Europa sowie die langsamer als erwartet verlaufende Umstellung auf E-Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr

Europa: Belieferung von Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten aus

Die Ashok-Leyland-Elektromobilitätstochter Switch UK wird aber alle vorliegenden Aufträge ausführen und abschließen sowie den bestehenden Fahrzeugpark weiterhin auf dem Ersatzteilmarkt betreuen. Es ist geplant, den britischen und europäischen Markt bei einer Markterholung von den alternativen Produktionsstätten von Ashok Leyland in Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten aus zu beliefern. Gleichzeitig plant die Switch Mobility Automotive Ltd, Indien (Switch India), den wachstumsstarken indischen Markt für Elektrofahrzeuge, der in den nächsten Jahren um ein Vielfaches wachsen könnte, doppelt zu bedienen.

Ashok-Leyland-Geschäftsführer Shenu Agarwal berichtete: „Ashok Leyland hat sich in den letzten 15 Jahren auf dem britischen Markt engagiert, aber die Akzeptanz von emissionsfreien Fahrzeugen war eher niedrig. Dies scheint der richtige Zeitpunkt zu sein, um die Verluste auf dem britischen Markt zu reduzieren. Andererseits entwickelt sich der Markt für Elektrobusse in Indien außerordentlich gut. Switch India wird voraussichtlich 2025 den EBITDA-Breakeven erreichen und hofft, das Volumen im Geschäftsjahr 2026 zu verdreifachen, da bereits mehr als 1.800 E-Busse bestellt wurden. Bei den E-LCV im Segment von 2 bis 3,5 t liegt der Marktanteil des Unternehmens bei über 80 %, mit der Aussicht auf ein Volumenwachstum von 50 bis 80 % im kommenden Jahr.“

Kapitalzuführung in Höhe von 45 Mio. Britische Pfund

K. M. Balaji, Chief Financial Officer von Ashok Leyland, ergänzte:

„Es wird erwartet, dass die potenzielle Einstellung der Produktionsaktivitäten die Verluste des britischen Geschäftsbetriebs abmildern wird. Der derzeitige Cashflow-Bedarf von Switch UK wird durch die vom Vorstand von Ashok Leyland bereits im Februar dieses Jahres genehmigte Kapitalzuführung in Höhe von 45 Mio. Britische Pfund gedeckt. Switch India entwickelt sich wesentlich besser als erwartet und dürfte in naher Zukunft keine nennenswerte Kapitalzufuhr benötigen.“

Das Unternehmen erwartet, dass der Wertzuwachs des Switch-Elektromobilitätgeschäfts die Investitionen bei weitem übersteigt.