Studie: Ein Free-Floating-Carsharing-Auto ersetzt bis zu 23 private Pkw
Das Institut Schreier hat im Auftrag eine neue Studie zur Wirkung von stationslosem Carsharing durchgeführt. Im Fokus standen die Städte München, Hamburg und Köln. Befragt wurden 1.139 registrierte Nutzer:innen des Anbieters Miles. Ziel war es, die Effekte dieser flexiblen Angebote auf den privaten Autobesitz und den städtischen Raum zu quantifizieren. Grundlage für die Berechnungen war die Methodik des Bundesverbands CarSharing (bcs).
Wie viele Autos werden ersetzt?
Die Analyse ergab deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Städten:
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In München ersetzt ein Free-Floating-Carsharing-Fahrzeug rechnerisch 23 private Pkw.
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In Hamburg liegt dieser Wert bei 17 Fahrzeugen.
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In Köln sind es 13 Fahrzeuge.
Insgesamt lässt sich daraus ableiten: Der Einsatz eines stationslosen Carsharing-Autos reduziert den Bedarf an privaten Fahrzeugen spürbar – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.
Auswirkungen auf den Fahrzeugbestand
Laut Berechnungen der Studie gäbe es ohne die aktuell 6.350 Miles-Fahrzeuge in den drei Städten rund 120.000 zusätzliche private Pkw. Würden die Free-Floating-Angebote eingestellt, käme es im Durchschnitt zu einem Anstieg des Autobestands um 0,4 Fahrzeuge pro Haushalt.
Was bedeutet das?
Die Studie liefert konkrete Zahlen, die die Debatte um die Wirkung von Free-Floating-Carsharing versachlichen. Sie deutet darauf hin, dass diese Angebote den privaten Autobesitz in dicht besiedelten Gebieten messbar senken können. Gleichzeitig zeigen die Unterschiede zwischen den Städten, dass lokale Rahmenbedingungen wie ÖPNV-Angebot, Parkraumregelung oder Nutzungsgewohnheiten entscheidenden Einfluss haben. Für Kommunen und Anbieter bleibt die Aufgabe, Carsharing so zu integrieren, dass es nicht nur Autos ersetzt, sondern auch den öffentlichen Raum langfristig entlastet. (Alina Venediktova)