LKW

Stellantis: Iveco erhält leichte E-Vans

Zwei E-Fahrzeuge sollen unter der Marke Iveco europaweit vermarktet werden, die von Stellantis produziert und über das Netz in Europa vertrieben und gewartet werden. So soll das mittlere und große Van-Segment erweitert werden. Die Einführung ist Mitte 2026 im Rahmen eines Zehnjahresvertrags geplant.

Im Bild Stellantis Pro One-Chef Jean Philippe Imparato (li.) und Iveco-Truck-Chef Luca Sra.  Foto: Iveco
Im Bild Stellantis Pro One-Chef Jean Philippe Imparato (li.) und Iveco-Truck-Chef Luca Sra. Foto: Iveco

Nach der Kooperation mit Hyundai holt sich Iveco einen weiteren Partner an Bord, um sein E-Van-Line-up auszubauen. Die Stellantis Pro One Geschäftseinheit des Konzerns liefert ab 2026 an die Italiener zwei vollelektrischen leichte Nutzfahrzeugen (LCV) für den europäischen Markt. Die Fahrzeuge werden auf den Plattformen Stellantis Pro One für mittelgroße und große Transporter mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,8 bis 4,25 kg basieren. Stellantis Pro One wird die Transporter in seinen Werken in Atessa (Italien), Gliwice (Polen) und Hordain (Frankreich) produzieren und die Fahrzeuge an die Iveco-Gruppe liefern. 

Die Gruppe wird die Fahrzeuge dann auf dem europäischen Markt - einschließlich des Vereinigten Königreichs - über ihre Vertriebs- und Servicekanäle verkaufen. Ob damit die Kooperation mit Hyundai und dem erst zur IAA Transportation 2024 präsentierten Elektrofahrgestell auf Staria-Basis eMoovy obsolet ist, das Iveco in Europa exklusiv vertreibt, ging aus der Mitteilung nicht hervor. Von der Tonnage und Format gäbe es jedenfalls starke Überschneidungen zu dem elektrischen 3,5-Tonner-Fahrgestell auf 800-Volt-Basis der Hyundai-Gruppe. Der bietet bis zu 1,5 Tonnen Tragfähigkeit, schultert Aufbauten bis 10 m³ Volumen und schafft in zwei Akkuversionen zu 63 und 76 kWh 265 bis 320 Kilometer Reichweite. Bei Schnellladefähigkeit bis 350 kW sollen in zehn Minuten bis zu 100 km Reichweite nachgeladen sein. 

Leichte E-Vans von Stellantis

Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,8 bis 3,1 Tonnen bzw. 3,5 bis 4,25 Tonnen werden die beiden künftigen Iveco-Kleintransporter das batterieelektrische Angebot der Marke für den europäischen Markt ergänzen und auf dieses leichtere Segment ausdehnen, über den schwereren Leiterrahmentransporter eDaily hinaus. Der wird weiter im traditionellen IVECO-Werk in Suzzara hergestellt und im Werk in Brescia elektrifiziert. Grundlage ist eine zehnjährige Lieferfrist, sei also auf den langfristigen Übergang zu nachhaltiger Mobilität ausgelegt, so die Partner. Ausschlaggebend sei für Iveco das Know-how von Stellantis Pro One gewesen.

„Wir freuen uns, unser Angebot an leichten Nutzfahrzeugen um zwei innovative und vielseitige batterieelektrische Transporter zu erweitern und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit im Transportersegment zu stärken. Durch die Entscheidung für eine Partnerschaft mit Stellantis Pro One nutzen wir das umfassende Know-how und die starke Präsenz in Italien und Europa, die unsere Unternehmen seit jeher verbinden. Ich bin zuversichtlich, dass diese Zusammenarbeit unseren europäischen Kunden zugute kommen wird, insbesondere für den Erfolg ihrer Last-Mile-Logistikgeschäfte", erklärte Luca Sra, President, Truck Business Unit, Iveco Group. 

Für Jean Philippe Imparato, Chief Operating Officer von Stellantis für das erweiterte Europa verwies auf die Kompetenzen des Konzerns in Sachen Batterieantriebstechnologie, mit der man Schadstoffemissionenreduzieren wolle und Marktführer in Europa sei.