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Schwergutlogistik: Hochwasserschutz für Handelshafen Linz

Eine neue Hafentoranlage im Hafen Linz soll zum Hochwasserschutz an der Donau beitragen. Felbermayr wurde für die Logistik und den Einhub der zwei Stahlbaustrukturen beauftragt. Herausfordernd war nicht nur die Dimension, sondern auch die Beschaffenheit der Bauteile…

Für die beiden Hafentorteile ging es vom Felbermayr-Schwergutterminal im Schwerlasthafen zum Handelshafen Linz. (Foto: Felbermayr / Markus Weickinger)
Für die beiden Hafentorteile ging es vom Felbermayr-Schwergutterminal im Schwerlasthafen zum Handelshafen Linz. (Foto: Felbermayr / Markus Weickinger)

Am 2. Juli 2025 wurde der Hochwasserschutz für den Handelshafen Linz feierlich eröffnet. Dem voraus ging das Einheben des neuen Hafentors durch Felbermayr Anfang Januar im Rahmen des Projektes „Safe Port of Linz“ der Linz AG.

Dies soll, so die Angaben, einen möglichst lückenlosen Hochwasserschutz an der Donau gewährleisten und sicherstellen, dass Umschlags-, Lager- sowie Transportaktivitäten auch bei Hochwasserereignissen fortgesetzt werden können.

Die Experten der Felbermayr-Transport und Hebetechnik sowie des Wasserbaus wurden für die Schwergutlogistik und den Einhub der zwei Stahlbaustrukturen auf der Baustelle von der Firma Andritz beauftragt.

Von der Türkei nach Linz

Das Hafentor wurde in der Türkei produziert und musste in zwei Teilen liegend nach Österreich verschifft werden. Das Schiff sei mit einem Tag Verspätung im Schwerlasthafen Linz eingetroffen. In der Nacht auf den 8. Januar 2025 erfolgte die Entladung und das Aufdrehen der beiden Teile beim Felbermayr Schwergutterminal im Schwerlasthafen Linz.

Nach Angaben von Michael Maier-Bauer, Projektleiter der Felbermayr Transport- und Hebetechnik Linz, kamen dafür ein 400 Tonnen Portalkran sowie zwei Mobilkrane mit 150 beziehungsweise 160 Tonnen maximaler Traglast zum Einsatz.

Dann mussten die Hafentorteile auf den mit dem Schubschiff "Grafenau" verhefteten Leichter verladen werden. Grafenau übernahm den Transport der Teile vom Schwerlasthafen zur Baustelle im Handelshafen.

Der Einhub

Ein 650 Tonnen Mobilkran LTM 1650 war für den Einhub des neuen Hafentors in die Hafentorkammer zuständig. Dieser habe eine maximale Ausladung von 18 Metern erreicht und sei mit 135 Tonnen ballastiert gewesen.

Die beiden Hafentor-Teile wurden nacheinander vom Schiff in die Torkammer eingehoben – der untere Teil des Hafentors war 27,70 Meter lang, 2,60 Meter breit und 5,30 Meter hoch.

Nach der Sicherung des ersten Teiles sei der obere Teil eingehoben worden. Dieser war 35,7 Meter lang, 2,3 Meter breit sowie 4,9 Meter hoch. Das horizontal geführte Schiebetor verfügt laut Felbermayr über eine lichte Durchfahrtsbreite von 26 Metern.

„Es war ein interessantes, nicht alltägliches Projekt. Neben dem Zeitdruck durch die Verspätung und den extremen Wetterbedingungen, war auch die Beschaffenheit der Bauteile eine Herausforderung“, so Maier-Bauer und ergänzt: „Deren Schwerpunkt war ungünstig. Das heißt, sie mussten zentimetergenau angeschlagen werden, um zu garantieren, dass sie bei der Montage vertikal in die Torkammer eingehoben werden konnten.“

Das Unternehmen

Die Felbermayr Holding GmbH hat ihren Firmensitz in Wels/Österreich und ist mit 81 Standorten in 17 europäischen Ländern vertreten. Das Unternehmen ist auf Spezial- und Schwertransporte, Mobilkran- und Arbeitsbühnenvermietung, Heavylifthandling sowie Hoch-, Tief- und Wasserbau, Spezialtiefbau und Bereiche im Baunebengewerbe spezialisiert.