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Samsara-Studie: Ablenkung bleibt Sicherheitsrisiko im Straßengüterverkehr

Scrollen, Tippen, Telefonieren: Die Studie des Telematikanbieters legt offen, wie digitale Ablenkung das Unfallrisiko erhöht – und welche Lösungen Fahrer selbst vorschlagen.

Nicht immer gehen es gut aus, wenn sich Fahrerinnen und Fahrer von Smartphone & Co ablenken lassen. (Foto: Polizeipräsidium Frankfurt am Main) 
Nicht immer gehen es gut aus, wenn sich Fahrerinnen und Fahrer von Smartphone & Co ablenken lassen. (Foto: Polizeipräsidium Frankfurt am Main) 

Eine aktuelle Studie von Samsara zeigt: Ablenkung während der Fahrt ist für viele Berufskraftfahrer ein ernstes Problem. 58 Prozent der befragten Fahrer in Deutschland berichteten von mindestens einem Beinaheunfall im vergangenen Jahr, bei dem Ablenkung eine Rolle spielte. Die Untersuchung basiert auf einer repräsentativen Befragung von 1.550 gewerblichen Fahrern in sieben Ländern, darunter 250 aus Deutschland.

Die Hauptursache liegt oft darin, dass persönliche Mobilgeräte genutzt werden. 70 Prozent der deutschen Fahrer gaben an, sich regelmäßig durch ihr Smartphone ablenken zu lassen – etwa durch Nachrichten, Telefonate oder soziale Medien. Doch auch arbeitsbedingte Nutzung spielt eine Rolle: 56 Prozent verwenden ihr Gerät während der Fahrt für berufliche Zwecke.

Die Fahrer wünschen sich daher gezielte Unterstützung Seitens ihrer Unternehmen. Besonders gefragt sind bessere Kommunikationssysteme (46 Prozent), klare Sicherheitsrichtlinien (43 Prozent) sowie zuverlässige Navigation (41 Prozent). Auch Technologie zur Verhaltensanalyse findet Zustimmung: 49 Prozent sprechen sich für KI-gestützte Systeme aus, die riskantes Verhalten erkennen und Fahrer warnen. Dashcams und Echtzeitfeedback fördern laut Studie das Sicherheitsbewusstsein – 96 Prozent bestätigen dies.

Statt strikter Regeln bevorzugen 86 Prozent der Fahrer Anreize und positive Rückmeldungen. 80 Prozent würden ihrem Unternehmen treu bleiben, wenn es sich erkennbar für ihre Sicherheit einsetzt. Schulungen werden bereits breit genutzt: 91 Prozent nehmen regelmäßig teil, 64 Prozent bevorzugen digitale Angebote.

„Die Kombination aus KI-gestützter Prävention, positiver Verstärkung und gezieltem Coaching verändert den Alltag auf der Straße“, so Evan Welbourne, Head of AI & Data bei Samsara.

Auch politische Impulse werden erwartet: 58 Prozent fordern verpflichtende Warnsysteme in der Fahrerkabine.

Die Studie zeigt: Ablenkung ist ein reales, aber lösbares Problem – wenn Technik und Regeln alltagstauglich gestaltet sind.