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Rhenus Port Logistics: Zwischenlager für Stromtrassenprojekt SuedLink

Das Unternehmen Rhenus Port Logistics Rhein-Neckar übernimmt im Rahmen des „SuedLink“-Projekts die Logistikdienstleistungen von Hochvoltkabeln.

Der Straddle-Carrier übernimmt den Umschlag der schweren Kabeltrommeln. Foto: Rhenus SE & Co. KG/Nico Kurth
Der Straddle-Carrier übernimmt den Umschlag der schweren Kabeltrommeln. Foto: Rhenus SE & Co. KG/Nico Kurth

Der Umschlag von Kabeltrommeln findet am Rhenus Port Logistics Rhein-Neckar Terminal Heilbronn statt. Das Projekt SüdLink beinhaltet die 700 Kilometer lange Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) von der Nordsee bis nach Süddeutschland für die Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz im Süden Deutschlands.

Bis zur finalen Verlegung werden die Hochvoltkabel nach eigenen Angaben in acht Intermediate Storage Areas (ISA) entlang des Kabelkorridors eingelagert. Rhenus Port Logistics Rhein-Neckar regelt den Umschlag und die Zwischenlagerung der knapp 100 Tonnen schweren Kabeltrommeln im dafür neu umgebauten ISA Heilbronn.

99,5 Tonnen pro Trommel
Die 525-Kilovolt-Erdkabel (HVDC-Kabel) werden im ISA Heilbronn angeliefert und bringen besondere Anforderungen an den Umschlag mit sich, so der Logistiker. Denn die Kabeltrommeln wiegen maximal 99,5 Tonnen pro Trommel und müssen mit einem hohen Maß an Präzision gehandhabt werden.

Rhenus nimmt den finalen Umschlag der Kabeltrommeln und deren Einlagerung in das Zwischenlager mit einem Straddle Carrier vor, den der Auftraggeber, der Kabelproduzent NKT, stellt. Rhenus bietet nach eigenen Angaben die Infrastruktur, um die hohen Belastungen durch das schwere Material zu bewältigen. Anna Most, Geschäftsführerin von Rhenus Port Logistics Rhein-Neckar:

„Wir freuen uns, Teil des wegweisenden SuedLink-Projekts zu sein und durch den Betrieb des Zwischenlagers in Heilbronn sowie den Umschlag der Kabeltrommeln unsere Expertise in die Energiewende in Deutschland einbringen zu können.“

Die Auslieferung des Materials in die Bauabschnitte ist von 2026 bis 2027 geplant. Man werde insgesamt mehr als 100 Kabeltrommeln sowie rund 280 Zubehörteile im Projektzeitraum von August 2024 bis März 2027 umschlagen und einlagern, hieß es. Für das Projekt wurden 10.100 Quadratmeter Lagefläche saniert, um die schweren Lasten zu tragen.

Stromversorgung für zehn Millionen Haushalte
Das Bauvorhaben „SuedLink“ ist eines von drei großen Erdkabelprojekten, die langfristig zu einer nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland beitragen sollen. Die beiden parallel verlaufenden Gleichstromleitungen ermöglichen die Versorgung von zehn Millionen Haushalten.

Die Trasse verbindet den windreichen Norden mit dem sonnenreicheren Süden und ermöglicht die Übertragung von erneuerbaren Energien über eine Strecke von 700 Kilometern. Sollte die Erzeugung erneuerbarer Energien einmal nicht ausreichen, soll die Anbindung an die Trasse NordLink eine zusätzliche Versorgungssicherheit gewährleisten, so der Logistiker. So könne SuedLink bei Bedarf Strom aus norwegischer Wasserkraft, einer weiteren erneuerbaren Energiequelle, in das deutsche Stromnetz einspeisen und eine stabile Übertragungskapazität von bis zu vier Gigawatt sicherstellen.

Für Rhenus ist es die zweite Beteiligung an einem Infrastrukturprojekt der deutschen Energiewende. Seit 2021 ist die Einheit Rhenus Project Logistics am Bau der HGÜ-Trasse „SuedOstLink“ beteiligt, die im Osten Deutschlands verläuft