BUS

rebus baut Wasserstoffflotte und -tankstelleninfrastruktur aus

Mit Fertigstellung der zweiten Tankstelle Anfang März in Bad Doberan sollen alle 52 Einheiten im Landkreis Rostock zum Einsatz kommen.

Eine zweite Wasserstofftankstelle auf dem rebus-Betriebshof in Bad Doberan soll im März 2025 in Betrieb genommen werden. Dann sind alle 52 blauen Wasserstoffbusse im gesamten Landkreis Rostock unterwegs. (Foto: Solaris)
Eine zweite Wasserstofftankstelle auf dem rebus-Betriebshof in Bad Doberan soll im März 2025 in Betrieb genommen werden. Dann sind alle 52 blauen Wasserstoffbusse im gesamten Landkreis Rostock unterwegs. (Foto: Solaris)

Bis Ende vergangenes Jahr wurden alle 52 von der rebus Regionalbus Rostock GmbH (rebus) bestellten Solaris-Brennstoffzellenbusse planmäßig ausgeliefert. Werktags sind bereits bis zu 25 Fahrzeuge im Altkreis Güstrow unterwegs. Mit Fertigstellung der zweiten Tankstelle Anfang März in Bad Doberan sollen dann alle 52 Einheiten im gesamten Landkreis Rostock im Linienverkehr zum Einsatz kommen.

Das Projekt wurde im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ mit insgesamt 17,71 Mio. Euro durch das Bundesverkehrsministerium gefördert. Der Landkreis Rostock beteiligt sich mit 7,8 Mio. Euro an den Fahrzeugkosten des Vorhabens. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 40 Mio. Euro.

Herausforderung: 52 neue Busse statt nur zehn bis zwölf

Der Umstieg auf die neue Technologie war eine enorme Herausforderung für das gesamte rebus-Team. Zudem wurden bislang bei dem Rostocker Verkehrsunternehmen maximal zehn bis zwölf neue Busse auf einmal in Betrieb genommen. Die Ankunft von 52 H2-Fahrzeugen innerhalb kurzer Zeit zum Jahresende stellte aus logistischer, personeller und technischer Sicht einen außergewöhnlich hohen Aufwand dar.

„Unser Team hat eine großartige Arbeit geleistet. Die Umstellung auf die Wasserstoffbusflotte bedeutete eine enorme zusätzliche Belastung, aber zusammen haben wir sie erfolgreich gemeistert“, betonte rebus-Prokurist Marc Weinhauer. „Alle Fahrzeuge mussten für den Linieneinsatz vorbereitet werden – von der Werkstatteinrichtung bis zur Abstimmung auf das Betriebsleitsystem sowie bei Testfahrten auf Funktionstüchtigkeit.“

Auch die Belieferung mit grünem Wasserstoff durch H2Apex aus Rostock-Laage zur Betankung in Güstrow läuft auf Hochtouren, so dass der nachhaltige ÖPNV im Landkreis Rostock nach Angaben von rebus sichergestellt ist.

Positive Resonanz von Fahrgästen und Fahrpersonal

Die ersten Rückmeldungen von Fahrgästen und Fahrerinnen sowie Fahrern sind durchweg positiv. Die leisen Busse werden sehr geschätzt – so sehr, dass sich manche Fahrgäste sogar enttäuscht zeigen, wenn gerade kein Wasserstoffbus auf ihrer Linie fährt. Auch in der Praxis zeigt sich das Potenzial der neuen Technologie: Die Reichweite der Busse übertrifft die Erwartungen und beträgt im ländlichen Regionalverkehr bis zu 500 km pro Betankung.