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Radlogistik als Pluspunkt: Hermes Germany verdoppelt emissionsfreie Zustellfläche in Berlin

Hermes Germany weitet seine CO₂-freie Paketzustellung in Berlin deutlich aus: Künftig werden im gesamten inneren S-Bahn-Ring rund 680.000 Haushalte und 400 PaketShops rein elektrisch beliefert. Schöneberg ist dabei das Rückgrat der Berliner Radlogistik.

Um das Ziel des komplett elektrifizierten inneren S-Bahn-Rings zu erreichen, sollen nach derzeitiger Planungskapazität 97 Elektrotransporter sowie 62 Lastenräder zum Einsatz kommen. | Bild: Hermes
Um das Ziel des komplett elektrifizierten inneren S-Bahn-Rings zu erreichen, sollen nach derzeitiger Planungskapazität 97 Elektrotransporter sowie 62 Lastenräder zum Einsatz kommen. | Bild: Hermes

Hermes Germany treibt die Elektrifizierung seiner Zustellflotte in der Hauptstadt konsequent voran. Mit der Ausweitung seines Projekts „Green Delivery Berlin“ auf den gesamten inneren S-Bahn-Ring steigert der Paketlogistiker die Reichweite der lokal CO₂-freien Zustellung in Berlin von ursprünglich 40 auf nun rund 106 Quadratkilometer. Künftig werden damit 67 Postleitzahlgebiete emissionsfrei beliefert – ein Gebiet, das etwa 680.000 Haushalte sowie rund 400 Hermes PaketShops umfasst.

„Die Transformation der Letzten Meile ist ein stetiger Anpassungsprozess, daher bedeutete auch ‚Green Delivery Berlin‘ für uns nie Stillstand“, erklärt Marco Schlüter, Chief Operations Officer von Hermes Germany.

Emissionsfreie Lieferungen im inneren S-Bahn-Ring

Seit dem Projektstart im Sommer 2021 hatte Hermes in den Stadtteilen Schöneberg, Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Tiergarten, Mitte und dem Regierungsviertel emissionsfreie Strukturen etabliert. Nun folgen sämtliche Quartiere innerhalb des inneren S-Bahn-Rings – vom Nordpunkt Gesundbrunnen bis hin zum Westkreuz. Die Umstellung auf die rein elektrische Zustellung soll in den kommenden Wochen vollständig abgeschlossen sein. Laut Unternehmensangaben spart Hermes dadurch jährlich rund 600 Tonnen CO₂ ein.

„Mit dem Auftakt vor vier Jahren hatten wir einen besonderen Meilenstein in der elektrischen Zustellung erreicht, den wir nun toppen können“, freut sich Schlüter. „Fast 15.000 Fußballfelder – so groß ist das Gebiet, in dem wir in Berlin nun lokal emissionsfrei unterwegs sein werden.“

Schöneberg ist das Rückgrat der Radlogistik

Zum Einsatz kommen insgesamt 97 E-Transporter sowie 62 Lastenräder, deren Integration in die Zustellflotte kurz vor dem Abschluss steht. Auffällig ist der überdurchschnittlich hohe Anteil an Cargobikes in Berlin im Vergleich zu anderen Städten. Besonders im Südwesten der Stadt bildet die Zustellbasis in Schöneberg das Rückgrat der Radlogistik: Mehr als 40 Lastenräder starten dort täglich ihre Touren. Weitere 20 Räder operieren vom Berliner Zentrum aus. Unterstützt wird die emissionsfreie Zustellung durch ein Mikrodepot am Messedamm, das gemeinschaftlich mit der DB-Tochter InfraGO genutzt wird.

„Eine One-size-fits-all-Lösung gibt es im Zuge der Transformation der Letzten Meile nicht“, weiß Martin Jugel, Sustainability Manager Operations Region Ost bei Hermes Germany. „Jede Stadt benötigt ihre individuell angepasste Strategie, auch wenn wir natürlich auf mittlerweile sehr umfassende Erfahrungswerte bei der Elektrifizierung von urbanen Gebieten zurückgreifen können.“

Im Laufe des Projekts wurde die operative Umsetzung kontinuierlich an technologische Entwicklungen angepasst. Fortschritte bei der Leistungsfähigkeit von E-Fahrzeugen und Cargobikes haben eine effizientere Abdeckung des Stadtgebiets ermöglicht. Die Erfahrungen in Berlin gelten innerhalb der Hermes-Strategie als Modell für die City-Logistik der Zukunft. Bis Ende 2025 plant das Unternehmen, in 80 deutschen Großstädten auf der Letzten Meile elektrisch zuzustellen.