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Produktionslogistik: Craiss investiert in Produktionslogistik für Mobilitätskunden

Zwei neue Standorte in München und Augsburg sollen die Fertigungsversorgung eines Mobilitätskunden sichern und ausbauen. Fokus auf Fertigungsanbindung und effiziente Materialverwaltung.

Mitarbeitende und Projektverantwortliche der Craiss Generation Logistik im neuen Logistikzentrum Augsburg. (Foto: Craiss)
Mitarbeitende und Projektverantwortliche der Craiss Generation Logistik im neuen Logistikzentrum Augsburg. (Foto: Craiss)

Die Craiss Generation Logistik verstärkt ihr Engagement im süddeutschen Raum und baut ihre Aktivitäten im Bereich Produktionslogistik weiter aus. Wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Mühlacker am 22. April 2025 mitgeteilt hat, baut es zwei neue Logistikstandorte in München und Augsburg auf. Die schrittweise Inbetriebnahme beider Anlagen soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein.

Grundlage der Expansion sei eine strategische Zusammenarbeit mit einem führenden Hersteller aus der Mobilitätsbranche. Craiss zufolge soll der Standort München direkt in die Produktionsversorgung eingebunden werden. Der neue Standort in Augsburg dient als externes Logistikzentrum mit umfassender Lager- und Umschlagsinfrastruktur. Mit diesem Aufbau will Craiss auf steigende Produktionsanforderungen seines Kunden reagieren und zugleich eine engere Anbindung an dessen Fertigung schaffen.

Michael Craiss, geschäftsführender Gesellschafter, ordnet die Maßnahme als Teil einer langfristigen Strategie ein:

„Mit den neuen Standorten setzen wir unsere erfolgreiche Strategie im Bereich Produktionslogistik fort und schaffen eine effiziente Anbindung an die Fertigung unseres Kunden.“

Die Entscheidung für Augsburg fiel den Angaben zufolge unter wirtschaftlichen und logistischen Gesichtspunkten. Craiss hat dort zwei bestehende Hallen übernommen, die bereits über moderne Lagertechnik verfügen. Der Aufbau erfolgt in zwei Phasen. Die erste Halle mit 10.000 Quadratmetern befindet sich derzeit in der Implementierung, erste Testwareneingänge laufen bereits. Der vollständige Regelbetrieb mit 20.000 Quadratmetern Nutzfläche soll bis Ende 2025 erreicht sein.

Michael Mantel, Leiter der Projektentwicklung bei Craiss, hebt die Standortwahl hervor:

„München ist ein teures Pflaster – das gilt für Wohnraum genauso wie für Logistikimmobilien. Die Preisbedingungen machen eine Verlagerung an nahegelegene Standorte wie Augsburg wirtschaftlich sinnvoll.“

Die gute Anbindung an die Autobahn A8 unterstütze eine kosteneffiziente und flexible Versorgung des Werks in München.

Das Konzept eines ausgelagerten Logistikzentrums ist für Craiss nicht neu. In Ebergassing (Österreich) betreibt das Unternehmen bereits ein 40.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum für denselben Kunden. Die dort gewonnenen Erfahrungen fließen laut Mantel direkt in das aktuelle Projekt ein.

In München übernimmt Craiss zentrale Aufgaben der Produktionslogistik. Dazu gehören der Wareneingang, die Einlagerung sowie die abrufgenaue Just-in-Time-Anlieferung von Rohbaukomponenten. Der Einsatz von Krantechnik ist ebenfalls vorgesehen, um großformatige Bauteile sicher zu bewegen.

Augsburg fungiert als vorgelagerter Knotenpunkt für Materialverwaltung und Liefersteuerung. Die Versorgung des Werks in München erfolgt über ein Shuttle-System mit Sattelschleppern. Mehrmals täglich liefern diese kommissionierte Waren auf Abruf ins Werk. Die interne Verteilung übernimmt Craiss ebenfalls vor Ort.

Mantel verweist auf die besonderen Anforderungen in der Bahnindustrie:

„Wir sprechen hier von einer tiefen Integration der Materialverwaltung in die Prozesslandschaft unseres Kunden. Gerade in der Bahnindustrie sind die logistischen Anforderungen besonders hoch – von taktkonformer Belieferung bis hin zu strengen Sicherheits- und Qualitätsstandards.“

Ein zentrales Element der Lösung ist der sichere Umgang mit komplexen Bauteilen. Das Teilespektrum reicht von Kleinteilen bis zu 23 Meter langen Komponenten für Reisezugwagen, Lokomotiven und Steuerwagen. Dazu zählen Innenausstattungen, Elektronik, Fahrwerke, Türen und Übergänge. Um diese Anforderungen zu erfüllen, investiert Craiss in spezialisierte Flurfördertechnik und Kransysteme.

Parallel zum Infrastrukturausbau stockt das Unternehmen das Personal schrittweise auf. An beiden Standorten sollen langfristig rund 75 Mitarbeitende tätig sein. Craiss kündigt an, die eigenen Kapazitäten auch künftig flexibel erweitern zu wollen, um industrielle Kunden bedarfsgerecht zu unterstützen.

Michael Craiss fasst das Konzept so zusammen:

„Durch unsere bewährten Konzepte und die enge Abstimmung mit unserem Kunden schaffen wir eine hochintegrierte Logistiklösung, die sowohl Effizienz als auch Prozesssicherheit gewährleistet.“