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Opel Mokka GSE Rally: Elektrischer Brummkreisel

Als erstes Fahrzeug wurde der Sport-Stromer nach neuem eRally5-Reglement entwickelt. Er solle eine Top-Performance bieten, mit 207 kW (280 PS) und 345 Nm Drehmoment, dazu Bilstein-Rallye-Fahrwerk, Renngetriebe, Leichtbau-Chassis Premiere.

Mehr als ein sportlicher Anstrich: Zur Optik gesellt sich reinrassige Renntechnik, aber vollelektrisch. | Foto: Opel
Mehr als ein sportlicher Anstrich: Zur Optik gesellt sich reinrassige Renntechnik, aber vollelektrisch. | Foto: Opel

Zum Start der fünften Saison des ADAC Opel Electric Rally Cup „powered by GSE“ hat die Stellantis-Tochter einen ersten Ausblick auf das nächste Modell des weltweit einzigen vollelektrischen Rallye-Markenpokals gegeben. Zumindest zeigte man die ersten Bilder des neuen Opel Mokka GSE Rally. Mit 207 kW (280 PS) soll das Modell die Pionierrolle unterstreichen, die Opel im elektrischen Marken-Rallyesport einnimmt. 

„Opel und der ADAC zeigen seit mehr als vier Jahren, dass elektrischer Rallyesport funktioniert und begeistert. Mit unserem neuen Opel Mokka GSE Rally geben wir den Ausblick auf ein vollelektrisches Rallyefahrzeug der nächsten Generation. Dank modernster Motorsport-Technik bietet der Prototyp viel Power und eine Top-Performance“, erklärt Opel CEO Florian Huettl. 

Optisch wartet er mit einer Motorsport-Folierung samt großem „OMG! GSE“-Schriftzug, gelben Bremssättel an den Vorderrädern und gelben Felgen hinten sowie weitere Rallye-Akzenten an Front und Heck auf. Auf dem Dach platziert ist ein Lufteinlass. Die technischen Eckdaten des neuen Rallye-Demonstrationsfahrzeugs mit dem Blitz sind imposant: Eine elektrische Spitzenleistung von 207 kW (280 PS) und ein Drehmoment von 345 Newtonmeter versprechen in Verbindung mit ausgeklügelter Motorsport-Technik eine Performance auf dem Niveau eines Rally4-Fahrzeugs. Ein Lamellen-Sperrdifferenzial und ein Renngetriebe sorgen zusammen mit verstärkten Antriebswellen und Radnaben für kraftvollen Vortrieb. Das Chassis wurde in Leichtbau-Ausführung gefertigt. Das perfekt abgestimmte Rallye-Fahrwerk von Bilstein besteht aus verstärkten McPherson-Federbeinen und Uniball-Aufnahmen an der Vorderachse sowie einer Hinterachse mit modifizierten Federn und Dämpfern. 
 

Auf elektronische Hilfen wird verzichtet

Elektronische Fahrhilfen wie ABS, ESP, Spurhalte-Assistent und Traktionskontrolle sucht man beim Mokka GSE Rally vergebens. Die Software-Abstimmung beim Motor- und Batterie-Management wurde – basierend auf den Erfahrungen mit dem Corsa Rally Electric – auf höchste Effizienz, Fahrbarkeit unter Wettbewerbsbedingungen und Performance ausgelegt. Die Batterie entspricht der Serien-Ausführung mit einer Speicherkapazität von 54 kWh. 

„Der Mokka GSE Rally wird den Herzschlag von Opel-Motorsport-Fans beschleunigen und ihnen echte ‚OMG! GSE-Momente bescheren. Der elektrische Rallye-Prototyp beweist, dass unsere Submarke GSE 2025 das nächste Level erreicht: mit elektrischem Nervenkitzel und Leistung auf höchstem Niveau, passend zu unserem reichen Motorsport-Erbe“, sagt Opel-Marketingchefin Rebecca Reinermann. 

Geblieben sind die hohen Sicherheitsstandards: Wie der Opel Corsa Rally Electric verfügt auch der Opel Mokka GSE Rally über einen – vom Automobilsport-Weltverband FIA zertifizierten – Überrollkäfig, Rallye-Sitze mit Sechs-Punkt-Gurten, eine spezielle Kapselung der Batterie und einen zusätzlichen Unterfahrschutz. Die 400-Volt-Anlage wird von einem weiterentwickelten Master Alarm Indicator überwacht. Darüber hinaus erkennt ein Warnsystem Störungen und meldet diese optisch und akustisch. Bei einer starken Verzögerung (wie bei einer Kollision) legt eine ausgeklügelte Sensorik die Hochvoltanlage in wenigen Zehntelsekunden komplett still. Zusätzlich verfügt der Mokka GSE Rally über eine spezielle Löschanlage mit elektrisch nicht-leitendem Löschmittel. Zudem ist der Blitz-Stromer das weltweit erste Rallye-Fahrzeug, das nach dem neuen eRally5-Reglement der FIA entwickelt wird und könnte damit ab der Rallye-Saison 2026 weltweit und in verschiedenen Cups für den Kundensport einsetzbar sein. 

Elektrischer Rallye-Markensport funktioniert und begeistert 

Seit der Saison 2021 will der Hersteller damit beweisen, dass auch rein elektrischer Rallyesport funktionieren und begeistertn kann. Der Corsa Rally Electric, der im ADAC Opel Electric Rally Cup zum Einsatz kommt, hat sich als schneller, zuverlässiger und sicherer Rallye-Stromer erwiesen, wirbt der Hersteller. Die seriennahe Technik, insbesondere bei den Hochvolt-Komponenten wie Elektromotor, Inverter und Batterie, würden die extremen Anforderungen des Rallyesports mühelos meistern. Gleiches gilt für die Ladeinfrastruktur, mit der man die Rallye-Stromer vor Ort zuverlässig mit nachhaltiger Energie versorgt. 

Die Akzeptanz und das Interesse für den weltweit ersten elektrischen Rallye-Markenpokal sieht man weiter im Wachsen. Seit der Debütsaison 2021 haben insgesamt 63 Fahrerinnen und Fahrer aus 13 Nationen an einem der bisher 33 Cup-Wertungsläufe in sechs Ländern teilgenommen. Die nächste Runde findet am 23. und 24. Mai bei der ELE Rally rund um Eindhoven in den Niederlanden statt. Dort feiert dann auch der Mokka GSE Rally seine Premiere.