ÖBB Rail Cargo Group: Zehnjahresvertrag mit Terminal Sona stärkt Position in Italien
Die ÖBB Rail Cargo Group baut ihre Präsenz im italienischen Schienengüterverkehrsmarkt weiter aus. Mit einem Zehnjahresvertrag wurde eine enge Zusammenarbeit mit dem Terminal Sona in der Nähe von Verona besiegelt.
Dadurch entwickele man sich zu einem der Hauptpartner des Terminals nahe Verona und sichere sich frühzeitig wichtige Kapazitäten an einem wachstumsstarken Logistikdrehkreuz, heißt es von dem Bahnlogistiker. In den kommenden Jahren will die RCG ihre Transporte weiter ausbauen und zur Verkehrsverlagerung von der Straße auf die umweltfreundlichere Schiene beitragen.
Entwicklungspotenzial am Terminal Sona
Der Terminal Sona verfügt über zwei Ein- und Ausfahrgleise sowie vier Verladegleise mit einer Länge von je 600 Metern zur Be- und Entladung der Güterzüge. Mit einer Gesamtfläche von rund 110.000 Quadratmetern soll das Gelände genügend Platz für alle intermodale Logistikprozesse wie den Containerumschlag vom Zug auf den Lkw oder umgekehrt bieten.
Bis 2028 sei eine deutliche Erweiterung der Kapazitäten geplant, zusätzliche regelmäßige Zugverbindungen würden schon nächstes Jahr kommen, heißt es. Ziel sei es, den Terminal zu einem bedeutenden Distributionszentrum auszubauen. Es würden bereits Projekte vorbereitet, die neue Verbindungen und mehr Transporte über Sona ermöglichten.
Knotenpunkt für europäischen Güterverkehr
Ziel der strategischen Kooperation sei es, den Standort Sona als intermodalen Hub für den Warenverkehr von und nach Süd-, Nord- und Osteuropa zu etablieren und damit die Zusammenarbeit der verschiedenen Verkehrsträger zu erleichtern. Von dort könnten bereits bis zu 30 Zugverbindungen pro Woche starten, heißt es.
Direkte TransFER Verbindungen über Verona
Der Terminal Sona bei Verona ist aktuell in mehrere TransFER Verbindungen der RCG eingebunden. Dazu gehören folgende regelmäßige, direkte Zugverbindungen für den Gütertransport:
- TransFER Wien–Verona: zweimal pro Woche in beide Richtungen
- TransFER Verona–Hannover: viermal pro Woche in beide Richtungen
- TransFER Verona–Wuppertal: achtmal pro Woche in beide Richtungen
Die Verbindungen von Italien nach Deutschland würden dabei helfen, Lkw-Fahrten über die stark belastete Brennerroute zu vermeiden und somit zur Entlastung Tirols vom Transitverkehr beitragen.