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München hat Europas teuerste ÖPNV-Einzelfahrt – große Unterschiede zwischen Metropolen

Während Fahrgäste in Zagreb für unter 60 Cent unterwegs sind, zahlen Pendler in deutschen Städten deutlich mehr. Auch bei Monatskarten zählt Deutschland zu den Spitzenreitern – trotz günstiger Alternative. Eine neue Analyse vergleicht 54 europäische Städte im Kostencheck.

Fahrgäste in Europas Metropolen zahlen teils stark unterschiedliche Preise für Bus und Bahn, je nach Stadt und Tarifmodell. | Foto: Ibrahim Rifath via Unsplash
Fahrgäste in Europas Metropolen zahlen teils stark unterschiedliche Preise für Bus und Bahn, je nach Stadt und Tarifmodell. | Foto: Ibrahim Rifath via Unsplash

Eine aktuelle Untersuchung der Wohnungsplattform HousingAnywhere zeigt: Keine europäische Großstadt verlangt für eine Einzelfahrt im öffentlichen Nahverkehr so viel wie München. Mit 4,10 Euro liegt die bayerische Landeshauptstadt vor Stockholm (3,94 Euro) und Hamburg (3,90 Euro). Auch Frankfurt am Main und Berlin (je 3,80 Euro) sowie Köln (3,70 Euro) zählen zu den teuersten Städten Europas.

Im europäischen Durchschnitt kostet eine Einzelfahrt 2,40 Euro. Am günstigsten fahren Fahrgäste in Zagreb mit 53 Cent. Weitere Städte mit niedrigen Preisen sind Bukarest (60 Cent), Vilnius (65 Cent), Warschau (80 Cent) und Sofia (82 Cent). In Amsterdam, Den Haag und Rotterdam gelten kilometerabhängige Tarife, weshalb diese Städte nicht in den Vergleich der Einzelfahrten einbezogen wurden.

Monatskarten in Deutschland über dem Durchschnitt

Auch bei den Monatskarten liegt Deutschland im oberen Preissegment. Am teuersten ist ein Monatsabo in London mit umgerechnet mindestens 204,32 Euro. Danach folgen vier deutsche Städte: Köln mit 137,90 Euro, Frankfurt am Main mit 110,30 Euro, Berlin mit 106,50 Euro und Leipzig mit 104,90 Euro. Zum Vergleich: Das bundesweit gültige Deutschlandticket kostet aktuell 58 Euro – exakt so viel wie der europäische Durchschnittspreis für eine Monatskarte. Deutlich günstiger ist die Nutzung des ÖPNV in Süd- und Osteuropa. Bukarest bietet mit 16 Euro die preiswerteste Monatskarte unter den 54 untersuchten Städten, gefolgt von Sevilla (17,70 Euro), Barcelona (22 Euro) und Prag (22,05 Euro).

Berlin mit bester Anbindung an den Fernverkehr

Im Hinblick auf die Anbindung an den Schienenfernverkehr schneidet Berlin am besten ab. Sechs Fernbahnhöfe stehen den Reisenden dort zur Verfügung – mehr als in jeder anderen untersuchten Stadt. Auf Platz zwei folgen Hamburg und Budapest mit je fünf Fernbahnhöfen. Frankfurt am Main, Rotterdam, Wien, Mailand, Lissabon und Warschau teilen sich den dritten Platz mit jeweils vier angebundenen Fernbahnhöfen. Im Durchschnitt verfügen europäische Großstädte über zwei Fernbahnhöfe.

Untersuchungsgrundlage

Die Analyse von HousingAnywhere basiert auf Daten aus den 54 größten europäischen Städten nach Einwohnerzahl. Berücksichtigt wurden jeweils die günstigste Einzelfahrt sowie das günstigste Monatsabo für Erwachsene im städtischen ÖPNV. Für die Preisvergleiche wurden alle Beträge mit dem Wechselkurs vom 27. Mai 2025 in Euro umgerechnet.