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Mobility Touchpoint: Hvv setzt auf KI-Avatar für multimodale Fahrgastinfos

Ein sprechender Avatar liefert Echtzeitdaten zu Bus, Bahn, Bike-Sharing und E-Scootern, während Sensoren für mehr Sicherheit sorgen. Hvv will die KI-Plattform an ausgewählten Stopps testen und später als Baukasten bundesweit verfügbar machen.

Symbolbild: So könnte eine zukünftige hvv-Haltestelle mit Mobility Touchpoint aussehen – der KI-gestützte Avatar informiert über Echtzeitdaten und vernetzte Mobilitätsangebote. | Foto: KI
Symbolbild: So könnte eine zukünftige hvv-Haltestelle mit Mobility Touchpoint aussehen – der KI-gestützte Avatar informiert über Echtzeitdaten und vernetzte Mobilitätsangebote. | Foto: KI

Der Hamburger Verkehrsverbund (hvv) hat beim UITP-Summit den „Mobility Touchpoint“ vorgestellt – ein Pilotprojekt, das die traditionelle Bushaltestelle zur digitalen Schnittstelle für den öffentlichen Nahverkehr weiterentwickeln soll. Ziel ist es, Wartestellen künftig als intelligente Plattformen für multimodales Reisen zu nutzen.

Funktionen und Technologie

Der Mobility Touchpoint kombiniert Echtzeitinformationen zum öffentlichen Nahverkehr mit Angeboten für Sharing-Optionen wie Leihfahrräder oder E-Scooter. Darüber hinaus sind digitale Sicherheitsfunktionen Bestandteil des Konzepts. Die einzelnen Services sollen nahtlos in den Alltag der Nutzerinnen und Nutzer integriert werden.

Ein zentrales Element ist ein KI-gestützter Avatar, der als interaktiver Reiseassistent fungiert. Die künstliche Intelligenz ist visuell als menschliches Gegenüber gestaltet und kann sich dynamisch an unterschiedliche Situationen anpassen. Damit soll eine möglichst barrierearme Kommunikation ermöglicht werden.

Beitrag zur Mobilitätswende

Der Hvv verfolgt mit dem Mobility Touchpoint das Ziel, den öffentlichen Nahverkehr durch digitale Technologien nutzerfreundlicher und zugänglicher zu gestalten. Gleichzeitig soll das Projekt Impulse für eine bundesweite Entwicklung KI-gestützter Fahrgastservices im ÖPNV geben. Denkbar ist laut Hvv eine modulare Lösung, die bundesweit eingesetzt und in Pilothaltestellen erprobt werden kann.

Kooperationen und Perspektiven

Auch in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen laufen bereits Projekte zur Digitalisierung der Kundenkommunikation im ÖPNV. Während sich erste Initiativen dort auf Smartphone-basierte Lösungen konzentrieren, soll der Mobility Touchpoint neue Ansätze zur automatisierten Interaktion direkt an der Haltestelle bieten.

Langfristig soll die Technik weiterentwickelt und in größerem Maßstab ausgerollt werden. Der hvv sieht in der intelligenten Haltestelle einen möglichen Baustein für eine datenbasierte, nutzerzentrierte Mobilitätsinfrastruktur.