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Mer zum Innovationsbooster: Gut, aber Infrastruktur und Leasing nicht vergessen

Nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Infrastruktur müsse gefördert werden, fordert der Ladenetzbetreiber Mer. Außerdem sollten auch die Leasingnehmer von den geplanten Förderungen profitieren können. 

Mobilitätswende nicht nur anstoßen, sondern vollziehen: Mer Germany-Director Business Charging Jessica Schneider fordert Ergänzungen am Förderprogramm der Regierung. | Foto: Mer Germany
Mobilitätswende nicht nur anstoßen, sondern vollziehen: Mer Germany-Director Business Charging Jessica Schneider fordert Ergänzungen am Förderprogramm der Regierung. | Foto: Mer Germany

Der Ladeinfrastrukturanbieter Mer Germany hat die Pläne der Bundesregierung für einen Investitionsbooster bei der E-Mobilität begrüßt. Dazu zählen unter anderem eine degressive Sonderabschreibung für neu angeschaffte Elektrofahrzeuge von Unternehmen sowie eine Erhöhung der Preisgrenze für die 0,25-Prozent-Regelung bei Dienstwagen auf 100.000 Euro. Die Regelungen sollen schon am 30. Juni 2025 in Kraft treten und haben das Ziel, insbesondere im Unternehmenssektor Investitionsanreize zu setzen und den Umstieg auf E-Mobilität zu beschleunigen.

„Die Bundesregierung hat mit dem jüngsten Kabinettsbeschluss wichtige steuerliche Anreize für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen auf den Weg gebracht und sendet damit ein starkes, längst überfälliges Signal an den Unternehmenssektor: Wer elektrisch fährt, soll schneller wirtschaftlich profitieren. Wir bei Mer begrüßen diesen politischen Impuls ausdrücklich", erklärte Jessica Schneider, Director Business Charging und Mitglied der Geschäftsleitung bei Mer Germany. 

Allerdings wünscht sich Schneider auch eine Förderung der Ladeinfrastruktur. Wer die Mobilitätswende nicht nur anstoßen, sondern vollziehen wolle, müsse auch Ladeinfrastruktur als gleichberechtigte zweite Säule stärken, appelliert Schneider.

"Aus unserer täglichen Arbeit mit Unternehmen, die ihre Flotten elektrifizieren wollen, wissen wir, dass steuerliche Anreize allein nicht ausreichen. Denn im Flottenbereich, in dem Leasingmodelle dominieren, wirkt sich lediglich die Erhöhung der Preisgrenze für die 0,25-Prozent-Regelung unmittelbar aus. Die Sonderabschreibung hingegen können nur die Leasinggesellschaften nutzen", skizziert Schneider. 

 

Leasingnehmer profitierten davon also nur indirekt, sofern die Leasinggeber den Steuervorteil weitergeben. Weiterhin stoßen Verantwortliche nach wie vor bei der Bereitstellung geeigneter Ladeinfrastruktur auf zahlreiche Hürden – etwa Netzanschlüsse, langwierige Genehmigungsverfahren oder unklare Zuständigkeiten. Als Ladeinfrastrukturdienstleister freue man sich grundsätzlich über jeden Schritt, der die Elektromobilität in Deutschland vorantreibt. Mehr E-Fahrzeuge bedeuten auch mehr Sichtbarkeit, mehr Normalität – und damit mehr Nachhaltigkeit, ist man bei Mer überzeugt. Dazu reichen laut Schneider kurzfristige Impulse allein jedoch nicht aus, es müssten auch gezielte Anwenderinformationen, faire Netzentgelte, Investitionsanreize in moderne Ladepunkte und einfache Abrechnungssysteme vorangetrieben werden.

"E-Mobilität muss endlich als ganzheitliches System gedacht werden. Wir sind überzeugt: Förderung darf kein Strohfeuer sein – sondern ein langfristiges Commitment zur emissionsfreien Zukunft", schließt Schneider ihren Appell.