LKW

Logistikbude: Ladungsträger für Speditionen Niedermaier und Knecht

Die beiden Speditionen kooperieren mit dem Dortmunder Start-up und setzen auf eine webbasierte Lösung für die Optimierung ihres Ladungsträgermanagements.

Die Spedition Knecht kann ihre spezialangefertigten Ladungsträger jederzeit auf der Plattform der Logistikbude nachvollziehen und so die Fremdnutzung verhindern. Foto: Spedition Knecht
Die Spedition Knecht kann ihre spezialangefertigten Ladungsträger jederzeit auf der Plattform der Logistikbude nachvollziehen und so die Fremdnutzung verhindern. Foto: Spedition Knecht

Während die Niedermaier Spedition alle Tauschvorgänge digital abwickelt, nutzt die Spedition Knecht die Software des Start-ups, um den Verbleib ihrer Spezialgestelle für den Transport von Glaselementen präzise nachzuverfolgen und das Ladungsträgermanagement vollständig zu automatisieren. Die gleichnamige Software des Dortmunder Start-ups digitalisiert und automatisiert das Ladungsträgermanagement und ermöglicht so die Nachverfolgung von Paletten, Behältern und Gestellen in Echtzeit. Dr. Philipp Hüning, CEO und Mitgründer der Logistikbude GmbH:

„Wir freuen uns sehr, zwei etablierte mittelständische Speditionen als Partner zu gewinnen. Mit unserer Software unterstützen wir sie dabei, Prozesse zu automatisieren und so die aufwendige Verwaltung von Ladungsträgern praxisnah und zielgerichtet zu verbessern.“

Vom Papier zum Digitalen
Die Niedermaier Spedition mit Sitz in Landau will ihre Prozesse im Ladungsträgermanagement transparenter gestalten und setzt dabei auf die Logistikbude. In der gleichnamigen Anwendung werden alle Ladungsträger sowie Tauschvorgänge zentral und digital abgebildet. Einmal im Monat verschickt die Software automatisch einen Weblink an alle 250 Tauschpartner, über den sie die Bestände einsehen können. Gleichzeitig werden sie daran erinnert, die Tauschkonten rechtzeitig auszugleichen. Anja Bachmeier, Leiterin der Lademittelverwaltung bei Niedermaier und zuständig für die Implementierung der neuen Lösung:

„Dank der Logistikbude entfällt der Versand von Belegzetteln, sodass wir unsere personellen Ressourcen effektiver einsetzen und gleichzeitig den Papierverbrauch deutlich senken können.“

Zurzeit befinde sich die Spedition noch in der Testphase der Lösung. Bis zum Sommer solle die Implementierung dann abgeschlossen sein.

Automatisierte Verwaltung
Die Spedition Knecht aus Rudersberg bei Stuttgart ist auf den Transport von Fenster- und Glaselementen für die Bauindustrie spezialisiert. Durch die Kooperation mit den Dortmunder Ladungsträgerexperten sollen Verlustraten und die Fremdnutzung der Gestelle eingedämmt werden. Dietmar Wiedmann, Geschäftsführer der Spedition Knecht:

„In der Software der Logistikbude können wir für jedes einzelne Gestell nachvollziehen, wo es sich befindet und ob es zurückgegeben wurde – das erhöht die Transparenz ungemein. Genau das ist für uns entscheidend, weil es sich bei den Gestellen um Spezialanfertigungen handelt, die unter Umständen extra nachproduziert werden müssen und bis zu 1.000 Euro pro Stück kosten.“

Mithilfe der Logistikbude-App scannten die Fahrer der Spedition die Glaselemente bei der Abholung sowie bei der Zustellung auf der Baustelle und machten deren Verbleib mit einem Handgriff digital nachvollziehbar. Wiedmann:

„Unser Ziel ist es, das Ladungsträgermanagement vollständig zu automatisieren, sodass sich niemand mehr manuell darum kümmern muss. Die Software versendet automatisch eine Warnung, wenn die Gestelle nicht zurückgegeben werden – und stellt im finalen Schritt eine automatisierte Gebühr in Rechnung, wenn die vereinbarte Mietdauer überschritten wird.“

Zusätzlich könnten mithilfe der App Fotos gemacht werden, um den Zustand der zurückgenommenen Gestelle sowie mögliche Schäden zu dokumentieren.

„Auf diese Weise fördert die Logistikbude ein verantwortungsbewusstes Handling der Ladungsträger“, ergänzt Wiedmann. Zurzeit testet die Spedition die neuen Prozesse gemeinsam mit einem ihrer Kunden anhand eines festen Ladungsträger-Pools. Perspektivisch solle jedoch das Liefergebiet erweitert und die Stückzahl nach und nach erhöht werden, sodass bis zu 4.000 Gestelle mithilfe der Logistikbude verwaltet werden können.

Strategische Weiterentwicklung
Bei der Nagel-Group werden beispielsweise zudem an über 130 Standorten Ladungsträger mithilfe des Start-ups verwaltet. Hüning:

„Gerade in der Transport- und Logistikbranche, in der das Ladungsträgermanagement aufgrund des Kerngeschäfts besonders anspruchsvoll ist, besteht der Bedarf nach einer effizienten, digitalen Lösung, um die Mitarbeitenden zu entlasten – und genau diese können wir bieten.“

Um die Bedürfnisse der Speditionskunden zu erfüllen, werde die Softwarelösung stetig angepasst und optimiert.  Seit Kurzem ließen sich beispielsweise unabhängig vom Dateiformat auch Kontoauszüge von Tauschpartnern direkt auf der Plattform hochladen. Die Software verarbeite die Dateien dabei automatisch und gleiche sie mit den eigenen Buchungen ab, wodurch manueller Aufwand entfalle.