LKW

Krone verzeichnet deutlichen Umsatzrückgang

Im abgeschlossen Geschäftsjahr 2023/2024 gingen die Erlöse im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr von 3,2 Milliarden Euro auf knapp 2,4 Milliarden Euro zurück.

Im Segment Nutzfahrzeuge verzeichnete Krone im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Rückgang des Umsatzes um 26,3 % auf rund 1,58 Milliarden Euro. (Foto: Krone Gruppe)
Im Segment Nutzfahrzeuge verzeichnete Krone im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Rückgang des Umsatzes um 26,3 % auf rund 1,58 Milliarden Euro. (Foto: Krone Gruppe)

Der Umsatz der Krone Gruppe entwickelte sich im abgeschlossen Geschäftsjahr 2023/2024 stark rückläufig von 3,2 Mrd. Euro auf nun knapp 2,4 Mrd. Euro, also ein Rückgang von rund 25 %. Das Ergebnis vor Ertragssteuern reduzierte sich ebenfalls deutlich um 23,63 % von 140,1 auf 107,0 Millionen Euro. Die Gründe für diese Schwankungen gegenüber dem Vorjahr sind laut Unternehmensangabe vielfältig. Krone nennt hier die politischen Rahmenbedingungen, den anhaltenden Ukrainekrieg, den weiter schwelenden Nahostkonflikt und verschiedene Handelshemmnisse. Diese komplexen Umstände hätten zu einer erheblichen Verunsicherung bei Verbrauchern, Landwirten sowie Lohn- und Transportunternehmen geführt und gleichzeitig die Zurückhaltung bei Neuinvestitionen in Frachtraum oder Landtechnik begünstigt.

„In einem enorm herausfordernden Marktumfeld haben wir dennoch unsere notwendigen Investitionen in Zukunftsprojekte konsequent umgesetzt – wie beispielsweise die Fertigstellung des hochmodernen Ersatzteillagers in Spelle, die strategische Partnerschaft mit der Schwarzmüller Gruppe oder diverse Neuausrichtungen im Bereich Digitalisierung oder Robotik“, erklärte Bernard Krone. „Zudem steht unsere Entscheidung, künftig auch am Standort von Krone North America in Olive Branch (Mississippi) für den US-Markt passende Landmaschinen zu fertigen. Hier geht es vordergründig um Mähwerke und Wender.“

Inlandsumsätze weniger rückläufig als Auslandserlöse

Die Inlandsumsätze sanken gegenüber dem Vorjahr um 13,3 % (114,0 Millionen Euro) auf 743,7 Millionen Euro. Gute 31 % davon entfielen auf den Bereich Landtechnik, 66,9 % auf die Nutzfahrzeuge. Somit erzielte der Konzern 30,6 % (Vorjahr 27,2 %) seiner Erlöse in Deutschland. Der Auslandsumsatz musste im Geschäftsjahr 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr heftige Einbußen hinnehmen, er reduzierte sich um 611,7 Mio. Euro oder 36,2 % auf 1,69 Milliarden Euro. Von den Auslandsumsätzen entfallen 35,8 % auf den Bereich Landtechnik und 64,0 % auf die Fahrzeugtechnik. Damit lag der Auslandsanteil am Umsatz bei 69,4 % (Vorjahr 72,8 %).

  • Umsatz Landtechnik
    Der Umsatz im Bereich Landtechnik sank im Geschäftsjahr 2023/2024 um 170,5 Millionen Euro (17,0 %) von knapp 1,01 Milliarden Euro auf 835,6 Millionen Euro (–17,27 %). Zu diesem Umsatz trugen der deutsche Markt mit 27,6 % (Vorjahr 27,3 %) bei, die westeuropäischen Märkte mit insgesamt 33,2 % (Vorjahr 32,8 %), Osteuropa mit 8,3 % (Vorjahr 10,3 %), Nordamerika mit 19,2 % (Vorjahr 16,7 %) und die übrigen Länder mit 11,7 % (Vorjahr 12,9 %).
  • Umsatz Nutzfahrzeuge
    Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind die Umsatzerlöse im Segment Nutzfahrzeuge mit rund 1,58 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,14 Milliarden Euro) um 26,3 % gesunken. Das Inlandsgeschäft ist mit 31,5 % unverändert der bedeutendste Einzelmarkt, der jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 77,6 Millionen Euro (–13,5 %) auf 497,6 Millionen Euro gesunken ist. Auf den ausländischen Märkten ist der Umsatz von 1,57 auf 1,08 Milliarden Euro gesunken (–31,21 %). Zu den bedeutendsten Absatzmärkten gehören die westeuropäischen Märkte mit 42,9 % (Vorjahr 45,3 %) sowie die osteuropäischen Märkte mit 23,0 % (Vorjahr 26,4 %).
  • Ergebnis
    Der Konzern-Jahresüberschuss 2023/2024 sank gegenüber dem Vorjahr um 27,8 Millionen Euro von 106,8 Millionen Euro auf nunmehr 79,0 Millionen Euro (–26,03 %).
  • Mitarbeiter und Investionen
    Die durchschnittliche weltweite Mitarbeiterzahl (Stammbelegschaft) der Krone Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 6.217 (Vorjahr 5.855) an. Daneben wurden im Durchschnitt des abgelaufenen Geschäftsjahres 292 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr 265).
    Das gesamte Investitionsvolumen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 75,4 Millionen Euro. Hiervon entfallen 49,0 Millionen Euro auf die Sachanlagen, 6,6 Millionen Euro auf die immateriellen Vermögensgegenstände und 19,8 Millionen Euro auf die Finanzanlagen.

Leichte Erholung des Marktumfelds frühestens ab Mitte 2025 erwartet

Angesichts der global schwer kalkulierbaren Entwicklungen der politischen Rahmenbedingungen und der gesamtwirtschaftlichen Lage erwartet Krone eine leichte Erholung des Marktumfelds frühestens ab Mitte 2025.

Vorstandsvorsitzender Dr. David Frink erläutert: „Aktuell setzen viele unserer Kunden große Hoffnungen auf politische Signale, die langfristig auf Stabilität, Nachhaltigkeit sowie Wachstum ausgerichtet sind. Doch solange der deutsche und andere internationale Märkte sich auf niedrigem Niveau bewegen, werden wir flexibel auf die Schwankungen reagieren müssen – beispielsweise durch das Instrument der Kurzarbeit. Dies stärkt die unabhängige Handlungsfähigkeit unseres Familienunternehmens. Trotz der vielfältigen aktuellen Herausforderungen blicken wir grundsätzlich optimistisch in die kommenden Jahre, denn die weltweite Nachfrage nach hochwertigen Agrarprodukten, innovativer Landtechnik und effizienten Transportlösungen bleibt unverändert hoch.“

Den detaillierten Geschäftsbericht finden Sie in unserem Anhang.