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Hyundai Ioniq 9 startet in Deutschland ab 68.500 Euro

Hyundai macht ernst – und groß. Der neue Ioniq 9, das bislang größte vollelektrische Modell der Marke, ist ab sofort in Deutschland bestellbar. Ab 68.500 Euro.

Mit 5,06 Meter Länge zielt der Siebensitzer vor allem auf den nordamerikanischen Markt. | Foto: Hyundai
Mit 5,06 Meter Länge zielt der Siebensitzer vor allem auf den nordamerikanischen Markt. | Foto: Hyundai

Hyundai startet den Verkauf seines Topmodells: Für knapp 70.000 Euro Startpreis gibt es nicht nur sieben Sitzplätze und bis zu 2.494 Liter Ladevolumen, sondern auch eine maximale WLTP-Reichweite von beachtlichen 620 Kilometern. Von denen im worst case immer 400 plus x bleiben dürften. Deutschland-Chef Ulrich Mechau sieht das neue Flaggschiff als „Meilenstein der Elektrifizierungsstrategie“ und als ein Fahrzeug, das „zukunftsweisende Technologie mit Premium-Komfort“ kombiniert. Nun ja, für Hyundai ist der Ioniq 9 eine echte Ansage.

Der Allrad bietet bis zu 2,5 Tonnen Anhängelast

Unter dem Wagenboden sitzt eine üppig dimensionierte 110,3-kWh-Batterie, die wahlweise einen weniger üppig dimensionierten 160 kW starken Heckantrieb oder einen Allradantrieb mit 226 oder 315 kW versorgt. Letzterer dürfte nicht nur die Kinder auf der Rückbank beeindrucken, sondern auch so manchen Caravan aus dem Winterschlaf holen: Die Anhängelast liegt bei bis zu 2,5 Tonnen (Allrad), beim Hecktriebler sind es immerhin 1,6 Tonnen.

Dank 800-Volt-Technologie lädt der Ioniq 9 mit bis zu 233 kW an der HPC-Säule. Das bedeutet: In nur 24 Minuten geht’s von 10 auf 80 Prozent – also gerade genug Zeit für einen Kaffee und die Diskussion, ob man wirklich digitale Außenspiegel braucht.

Für Europa eigentlich zu groß

Mit 5,06 Metern Länge, 1,98 Metern Breite und 1,79 Metern Höhe gehört der Ioniq 9 zur Oberklasse der E-SUVs. Die Bodenfreiheit von 17,4 Zentimetern sorgt dafür, dass man auch mal über einen Bordstein steigen kann, ohne die Designer zu beleidigen. Der Radstand: stattliche 3,13 Meter – gut für die Beinfreiheit im Fond, schlecht für enge Parklücken.

Basis ist immer der Siebensitzer

Bis zu sieben Personen passen rein, der Sechssitzer mit Komfort-Einzelsitzen ist optional in der Topausstattung „Uniq“ erhältlich. Das maximale Ladevolumen: bis zu 2.494 Liter (Sechssitzer) – oder 338 Liter, wenn wirklich alle Sitze belegt sind. Clever: Der Frunk unter der Haube bringt zusätzliche 52 Liter beim Allradler bzw. 88 Liter beim Hecktriebler.

Ausstattung: Von vernünftig bis luxuriös – je nach Gusto (und Budget).


Die Antriebe sind stets mit der großen Batterie gekoppelt – aber nicht jede Kombination ist frei wählbar. Der Hecktriebler (160 kW) ist nur in der Basis „Ioniq 9“ oder in „Techniq“ zu haben. Der 226-kW-Allrad beginnt bei „Techniq“ und reicht bis „Uniq“, der Top-Allrad mit 315 kW bleibt exklusiv letzterer vorbehalten.

Ausstattungslinien im Überblick:

„Ioniq 9“ (Basis): 19-Zoll-Felgen, Voll-LED, elektrisch verstellbare Vordersitze, Sitzheizung vorne und hinten (Reihe 1+2), elektrische Heckklappe, Wärmepumpe, 2×12,3-Zoll-Displays, Einparkhilfe vorn und hinten.

„Techniq“ (ab 77.500 Euro): 20-Zoll-Felgen, Matrix-LED, Head-up-Display, elektrisch einstellbares Lenkrad, Belüftung für Sitzreihen 1 und 2, Massagefunktion für den Fahrer, Bose-Soundsystem, Sonnenrollos hinten, V2L-Adapter serienmäßig, 360-Grad-Kamera inklusive Technik-Paket.

„Uniq“ (Topmodell): 21-Zoll-Felgen, Calligraphy-Designelemente (z. B. lackierte Schweller, markanter Anfahrschutz), Nappaleder, Wildlederoptik am Dachhimmel, optionale Relax-Sitze (1.000 €), drehbare Sitze in Reihe 2 (1.000 €), verschiebbare Mittelkonsole inklusive, OLED-Digitalkameras statt Außenspiegel (1.400 €).

Lackierungen – von seriös bis golden-glänzend.
Die kostenlose Farbe heißt „Sunset Brown“ – alles andere kostet Aufpreis: von Metallic-Tönen wie „Nocturne Grey“ über Mineraleffekte wie „Ionosphere Green“ bis zu Mattlackierungen in Gold. Wer sagt, Elektromobilität müsse dezent sein, hat den Ioniq 9 noch nicht konfiguriert.

Was bedeutet das?

Mit dem Ioniq 9 wildert Hyundai im Revier der Premiums und US-Hersteller. Für Europa ist der Ioniq 9 eigentlich eine Idee zu groß – trotzdem steht der Marke das Flaggschiff gut zu Gesicht, zumal man bei den Preisen und auch bei der Leistung des Basismodells Maß hält. Aber schon der Kia EV9 ist in der EU eher selten…