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Harder Logistics: Neuer Hauptsitz und steigende Auslandsgeschäfte

Der Logistikdienstleister setzt zunehmend auf internationale Firmenumzüge und plant zugleich einen neuen Hauptsitz in Neu-Ulm – mit mehr Kapazitäten und nachhaltiger Infrastruktur.

Auf dem eigenen 30.0000 Quadratmeter umfassenden Grundstück im Gewerbegebiet Riffelbank entstehen aktuell eine zehn Meter hohe und 4.800 Quadratmeter große Logistikhalle, ein Bürogebäude und weitere Logistikaußenflächen. (Foto: Harder Logistics)
Auf dem eigenen 30.0000 Quadratmeter umfassenden Grundstück im Gewerbegebiet Riffelbank entstehen aktuell eine zehn Meter hohe und 4.800 Quadratmeter große Logistikhalle, ein Bürogebäude und weitere Logistikaußenflächen. (Foto: Harder Logistics)

Der Anteil der Firmen- und Werksverlagerungen ins Ausland steigt bei Harder Logistics weiter an. Wie das Unternehmen in einer Pressemeldung mitteilte, lag dieser Anteil im Jahr 2024 bei 70 Prozent. Gleichzeitig gingen innerdeutsche Verlagerungen weiter zurück. Dies sei Ausdruck eines langfristigen Trends, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Marcello Danieli.

Neuer Hauptsitz mit nachhaltiger Infrastruktur

Neben der Entwicklung im Kerngeschäft kündigte das Unternehmen die Fertigstellung eines neuen Hauptsitzes in Neu-Ulm für Oktober 2025 an. Auf einem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück im Gewerbegebiet Riffelbank entstehen eine 4.800 Quadratmeter große Logistikhalle mit zehn Metern Höhe, ein Bürogebäude sowie zusätzliche Logistikflächen. Das Investitionsvolumen beträgt rund neun Millionen Euro.

Laut Harder Logistics werde der neue Standort mit verschiedenen Nachhaltigkeitsmaßnahmen ausgestattet. Dazu zähle unter anderem eine großflächige Photovoltaikanlage. Bereits seit 2022 betreibt das Unternehmen auf dem Gelände eine vollautomatisierte Containerlagerhalle. Deren Auslastung lag 2024 bei 85 Prozent.

Standortstrategie und Wachstumserwartungen

Harder Logistics plant, langfristig weitere Lagerflächen am neuen Hauptsitz zu entwickeln.

„Wir verfügen in Ulm und Neu-Ulm aktuell über rund 25.000 Quadratmeter zusätzliche Lagerflächen. Unser Ziel ist es, diese perspektivisch in unserem neuen Headquarter auszubauen, wo ausreichende Erweiterungsmöglichkeiten bestehen“, so Danieli.

Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet der Unternehmenschef mit einem moderaten Wachstum von drei bis fünf Prozent. Dieses solle vor allem durch das internationale Geschäft vorangetrieben werden. Aufgrund der geringen Investitionsbereitschaft in Deutschland erwartet Harder Logistics, dass die Zahl der Werksneubauten und damit auch die innerdeutschen Verlagerungen weiter abnehmen.

Um das Wachstum zu sichern, werde das Unternehmen die 2024 begonnene Internationalisierungsstrategie fortsetzen. In den kommenden zwei bis drei Jahren sollen verstärkt Aufträge aus den USA, Mexiko und Indien generiert werden.

Investitionen in Spezialausrüstung

Harder Logistics investierte zudem in neues Spezialequipment, um die Effizienz bei Verlagerungsprojekten zu steigern. Dazu gehören ein elektrischer Industriekran mit einer Tragfähigkeit von 40 Tonnen und ein Ladekran-Fahrzeug.

„Diese sind regelmäßig bei unseren Verlagerungsprojekten im Einsatz und erreichten schon im ersten Betriebsjahr eine Auslastung von mehr als 50 Prozent“, erklärte Danieli.

In Kürze soll außerdem ein selbstfahrendes Transportfahrwerk mit einer Tragfähigkeit von 15 Tonnen in Betrieb genommen werden, das einen schonenderen und effizienteren Transport von Anlagen und Maschinen ermöglichen soll.