Hafen Rotterdam: LNG-Nachfrage gestiegen
Im vergangenen Jahr hat die Seeschifffahrt in Rotterdam 9,8 Millionen Tonnen Treibstoff gebunkert. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber 9,9 Millionen Tonnen 2023. In diesem Jahr war die Nachfrage nach Heizöl, Marinegasöl und anderen Kraftstoffen um 0,9 Prozent niedriger als 2022, so die Hafenbehörde.
Bemerkenswert sei, dass die Nachfrage nach LNG 2024 nach einem Rückgang während der Zeit der überhöhten Gaspreise wieder auf das frühere Niveau gestiegen sei. Mit insgesamt 0,94 Millionen Kubikmeter sei die Nachfrage nach LNG um 52 Prozent gegenüber 2023 gestiegen, als 0,62 Millionen Kubikmeter gebunkert worden sei.
Nach der ersten Bunkerung von Biomethanol im Hafen von Rotterdam 2023 stieg die Nachfrage nach Biomethanol 2024 sprunghaft an und erreichte rund 4.000 Tonnen, ein Anstieg gegenüber 750 Tonnen 2023.
Zwiespalt bei Biogemischen
Die Nachfrage nach Biokraftstoffmischungen letztes Jahr weist laut der Rotterdamer Hafenbehörde eine klare Zweiteilung auf. Zu sehen sei ein leichtes Wachstum in der ersten Jahreshälfte, gefolgt von einem starken Rückgang in der zweiten Jahreshälfte.
Das habe sich besonders deutlich bei der Nachfrage nach VLSFO-Biogemisch gezeigt, dem größten Biogemisch unter den Biogemischen. Die Hauptursache dafür war laut der Hafenbehörde die erhöhte Verfügbarkeit von Biokraftstoffmischungen in Asien nach der Einführung von Antidumpingzöllen auf chinesischen Biokraftstoff. Dennoch sei die Nachfrage nach Biogemischen ab 2023 unverändert bei 750.000 Tonnen geblieben.