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Fraport AG: Positives Geschäftsjahr 2024

Der Fraport-Konzern hat das Geschäftsjahr 2024 bei den wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen mit einem Wachstum abschließen können. Der Umsatz stieg um 10,7 Prozent auf 4,43 Milliarden Euro.

Die Fraport AG konnte ihr Geschäftsergebnis im letzten Jahr trotz einem ungünstigen Marktumfeld steigern. Im Bild die Fraport-Unternehmenszentrale am Flughafen Frankfurt. Foto: Fraport AG
Die Fraport AG konnte ihr Geschäftsergebnis im letzten Jahr trotz einem ungünstigen Marktumfeld steigern. Im Bild die Fraport-Unternehmenszentrale am Flughafen Frankfurt. Foto: Fraport AG

So steigerte der internationale Flughafenbetreiber seine verkehrsmengen- und preisbedingten Erlöse nach eigenen Angaben am Flughafen Frankfurt und im internationalen Beteiligungsportfolio. Davon habe auch das Konzern-Ergebnis mit einem Anstieg um 16,6 Prozent auf 501,9 Millionen Euro profitiert. Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG:

„Trotz Gegenwind haben wir eine solide Geschäftsentwicklung erzielt. Während wir in Frankfurt Anfang 2024 noch Wachstumsraten von rund zehn Prozent hatten, sank das Passagieraufkommen sukzessive im weiteren Jahresverlauf. Neben Engpässen bei verfügbaren neuen Flugzeugen sind die weiter viel zu hohen staatlichen Standortkosten ein wesentlicher Grund. Wenn nicht politisch gegengesteuert wird, werden die regulierten Standortkosten 2025 weiter steigen und Fluggesellschaften um 1,2 Milliarden zusätzlich belasten. Erfreulicherweise zeigten viele unserer internationalen Beteiligungsflughäfen mit dynamischen Wachstumsraten ein positiveres Bild. Besonders stark entwickelten sich die Beteiligungen in Lima, Ljubljana, Antalya und Griechenland.“

Preiseffekte und das wachsende Fluggastaufkommen hätten den Gesamtjahresumsatz um 10,7 Prozent auf einen Wert von 4,43 Milliarden Euro im Vergleich zu 2023 mit 4,00 Milliarden Euro gesteigert. Bereinigt um Erlöse, die im Zusammenhang mit Ausbau-Investitionen in den internationalen Konzerngesellschaften gestanden haben, sei der Umsatz um 11,7 Prozent auf 3,89 Milliarden Euro gewachsen.

Beim Konzern-EBITDA verzeichnete man 1,30 Milliarden Euro, was einem Plus von 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 1,20 Milliarden Euro entspricht. Das Konzern-Ergebnis legte um 16,6 Prozent zu auf 501,9 Millionen Euro.

Zuwachs beim Cargo-Aufkommen
Das Cargo-Aufkommen stieg in Frankfurt im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent auf rund 2,1 Millionen Tonnen. Frankfurt als führender Cargo-Hub Europas habe dabei von einer höheren Luftfrachtnachfrage durch den E-Commerce profitiert, hieß es. Kapazitätsprobleme im Seeverkehr infolge der geopolitischen Krisen seien weitere Treiber gewesen.

Die internationalen Beteiligungsflughäfen erreichten nach eigenen Angaben mehrheitlich ein Wachstum. Die größte Dynamik erzielten im Vorjahresvergleich Lima mit einem Plus von 15,2 Prozent, Ljubljana mit einem Plus von 13,3 Prozent und Antalya mit einem Plus von 6,5 Prozent sowie die 14 griechischen Flughäfen im Fraport-Portfolio mit einem Plus von 6,4 Prozent.

Die Zukunftsprojekte
Bei Ausbauvorhaben gehe es voran, hieß es. So stehe beispielsweise in Lima die Eröffnung eines neuen Terminals kurz bevor. In Frankfurt schreite zugleich der Bau des Terminal drei voran und eine Inbetriebnahme sei nach Ostern 2026 geplant.

Gleichzeitig habe man im letzten Jahr konzernweit den Ausstoß von Treibhausgasen um rund 14 Prozent gesenkt. Dort plane man in den kommenden Jahren weitere große Meilensteine zu erreichen, insbesondere beim Bezug von Grünstrom, hieß es. Dazu zählten die Fertigstellung einer 37.000 Solarpanels umfassenden Photovoltaik-Anlage entlang der Startbahn West am Flughafen Frankfurt und der großvolumige Grünstrombezug aus einem Offshore-Windpark in der Nordsee ab 2026.

Gleichzeitig habe man die eigenen Nachhaltigkeitsziele erweitert. Bislang seien die Maßnahmen auf die Reduktion von CO2-Emissionen fokussiert gewesen. Die neue Betrachtung greife weiter und berücksichtige alle klimarelevanten Treibhausgase. So verpflichtet sich der Fraport-Konzern bis 2045, an allen vollkonsolidierten Standorten innerhalb der Scopes 1 und 2 den Status Net Zero zu erreichen. Net Zero bedeutet dabei Treibhausgasneutralität. Weiterhin gelte es bis 2030, den CO2-Ausstoß in Frankfurt auf 50.000 Tonnen und konzernweit auf 95.000 Tonnen zu senken.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Flughafenbetreiber in Frankfurt für das Konzern-EBITDA einen moderaten Anstieg.