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Exklusiv-News: Bei Subaru kommt noch mehr

In Brüssel stellte Subaru drei elektrische Modelle vor: den gelifteten Solterra und die neuen Uncharged und E-Outback. Deutschland-Geschäftsführer Volker Dannath gab uns weitere Einblicke – denn: Da kommt noch mehr!

An der Six-Spot-Leuchtengrafik erkennt man die neuen elektrischen Subaru. | Foto: Subaru
An der Six-Spot-Leuchtengrafik erkennt man die neuen elektrischen Subaru. | Foto: Subaru

Subaru erfindet sich gerade neu: In den USA löst ein neuer Outback das bestehende Modell ab, der übrigens der bestverkaufte Kombi der Welt ist – vor dem Skoda Octavia, wie uns Dannath erklärt. In Deutschland wird der konventionelle Outback noch 2026 weiterlaufen. Parallel wird der E-Outback eingeführt und der Verbrenner wird dann auslaufen. Die Gründe liegen auf der Hand: Auch bei Subaru müssen die CO2-Werte runter, weshalb man die Elektromobilität jetzt verstärkt pusht.

Und nachdem Dannath mit nur 5.000 Einheiten schon den größten Markt in Europa bedient – und immer ausverkauft ist(!) – hat sein Wort in Japan Gewicht. Das zeigt sich schon an Detail wie dem „Rallyeblau“, das bei Subaru wirklich so heißt, in dem man probeweise einen Uncharged lackierte, den es offiziell erstmal nicht in dieser Farbe geben wird, auch wenn Subaru laut Dannath immer ein blau in der Farbpalette hat. Auf die sehr dezente Nachfrage der Japaner, was man denn von dieser Option halte, erklärte Dannath, nachdem er einige europäische Journalisten gefragt hatte: „Wollen wir haben – unbedingt“. Zumal er just vom Uncharged eine Version in Aussicht stellte, die noch etwas stärker sein könnte: „Bei uns hatte sowas früher goldene Räder“, heißt also: Es dürfte einen Uncharged Sti oder WRX geben…

Subaru plant perspektivisch auch originäre Elektromodelle

Die Krux der neuen Palette: Das Trio aus Solterra, Uncharged und e-Outback kommt komplett von Toyota, wo die Modelle als bZ4X, CHR+ und bZ4X Touring bekannt sind. Subaru selbst montiert aktuell nur Verbrenner mit Boxermotoren baut, aber international perspektivisch dringend auch Stromer braucht. Aber auch hier geht es weiter, was eine Pressemitteilung bestätigt, oder wie Dannath es verkürzt ausdrückt:

„Die drei neuen Elektromodelle sind nur der Anfang, da kommt noch was!“

Nach der Pressemitteilung haben Subaru und Panasonic Energy Co. im September 2024 Pläne bekannt gegeben, sich auf die Lieferung von Lithium-Ionen-Batterien für Fahrzeuge vorzubereiten und gemeinsam eine neue Batteriefabrik in Oizumi, Präfektur Gunma, Japan, zu errichten. Panasonic Energy wird Subaru zylindrische Lithium-Ionen-Batterien der nächsten Generation für Elektrofahrzeuge (BEVs) liefern, die Subaru ab der zweiten Hälfte der 2020er-Jahre zu produzieren plant. Diese Ankündigung folgt auf den Abschluss einer grundlegenden Kooperationsvereinbarung und spiegelt das gemeinsame Ziel wider, eine mittel- bis langfristige Partnerschaft aufzubauen.

Dannath war zwischenzeitlich vor Ort und bestätigte den Bau der Akkufabriken, die Subaru für eigene Modelle benötigt. Nachdem die Palette aktuell von der größeren Kompakt- bis zur Mittelklasse reicht, könnte Subaru selbst noch ein kompakteres Modell entwickeln – den e-Vitara von Toyota möchte man nicht auch noch übernehmen.

Die Modelle Impreza, Crosstek und Forester boxen erstmal weiter und bilden auch mittelfristig das elektrisierte Verbrennerrückgrat der Marke. Fest steht: Subaru braucht perspektivisch eine komplette elektrische Palette und dürfte die Boxer solange weiterlaufen lassen, wie die Nachfrage besteht oder das CO2-technisch vertretbar ist. In Frankreich wird CO2 beim Kaufpreis mittlerweile „drakonisch“ besteuert – weshalb man dort nur noch den Solterra anbietet, dessen Preis man jüngst von 59.990 auf 49.990 Euro senkte.

In Deutschland kletterte der Solterra-Absatz von Januar bis Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 111%: Von 72 auf 152 Einheiten. Was laut Dannath grundsätzlich „noch nichts sei“, aber: „Das wird sich ändern!“ Dannath weiß, was er will und was die Marke braucht - wir glauben ihm.

Was bedeutet das?

Lange war Elektromobilität bei Subaru eher „Ferner liefen“ – zu wichtig und markenprägend sind die Boxermotoren mit Allrad. Aber die neuen CO2-Richtlinien in Europa und das große Upgrade bei Toyota sorgte dafür, dass auch Subaru hier einen großen Sprung machen konnte – den man ab 2026 auch nutzen wird, um weitere neue eigene Modelle vorzustellen. Der dezente Dornröschenschlaf scheint beendet zu sein.